In der japanischen Kunst verbindet sich seit Jahrhunderten handwerkliche Präzision mit einer besonderen Sensibilität für Raum, Zeit und Material. Handgefertigte Keramik und Textilhandwerk, Holzschnitt und buddhistische Skulpturenkunst prägen bis heute ästhetische Vorstellungen. Gleichzeitig spielen Architektur, Gartenkunst und Ritualgestaltung eine zentrale Rolle. Tempelräume, Teegärten und Zermonien sind Teil geschichtlicher Entwicklung und künstlerischer Erfahrung.
Insbesondere Gärten sind in Japan Erfahrungsräume. Wege, Wasserflächen, Steine und Pflanzen werden so angelegt, dass sie eine ästhetisch ansprechende und spirituelle Betrachtung ermöglichen. Diese Kombination aus materieller Arbeit und sinnlicher Wirkung bietet Zugang zu historischen Denkweisen, handwerklichen Traditionen und dem Gespür für räumliche Inszenierung.
Unsere Reise „Japan - eine Symphonie aus Kunst und Architektur“ bietet von städtischen Museumsgärten über historische Parkkompositionen bis zu saisonal geprägten Landschaftsanlagen einen breit gefächerten Einblick in die japanische Gartenkunst. Im Garten des eingebetteten Nezu-Museums in Tokio lassen sich erste Gestaltungsprinzipien erkennen.
Wahre Meisterwerke der japanischen Gartenkunst sind der Sankeien-Garten in Yokohama sowie der Yushien-Garten inmitten der Daikon-Insel. Diese stehen ebenso auf dem Programm wie der Kokoen-Garten in Himeji.