| Ländername | Republik Kenia, Republic of Kenya |
| Beste Reisezeit | Januar, Februar, März, Juni, Juli, August, September, Oktober, Dezember |
| Fläche | 581.309 km2 |
| Hauptstadt | Nairobi |
| Bevölkerung | 47.564.296 |
| Sprache | Englisch |
| Staats-/Regierungsform | Präsidialrepublik |
| Staatsoberhaupt | Präsident Dr. William Samoei Ruto, Amtsantritt: 13.09.2022 |
| Vertreter des Staatsoberhaupts | Kithure Kindiki, Amtsantritt: 01.11.2024 |
| Regierungschef | Präsident Dr. William Samoei Ruto, Amtsantritt: 13.09.2022 |
| Währung | Kenia-Schilling |
| Zeitzone | UTC+3 |
| Reiseadapter | G |
| Kfz-Länderkennzeichen | EAK |
| ISO-3166 | KE, KEN |
| Internet-TLD | .ke |
| Landesvorwahl | +254 |
| Website | http://www.president.go.ke |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| Geeignet für | Outdoor |
| 2,5 Mio. v. Chr. | Wiege der Menschheit: Erste Frühmenschen in Nordkenia |
| 9. Jh. n. Chr. | Gründung der Swahili-Kultur an der Küste durch Handel mit Muslimen aus Arabien und Persien |
| 1498 | Der Portugiese Vasco da Gama landet als erster europäischer Seefahrer in Kenia (Malindi) |
| 1920 | Das Protektorat Ostafrika wird zur britischen Kronkolonie Kenya |
| 1963 | Kenia wird unter Präsident Jomo Kenyatta unabhängig |
| 2002 | Auf die erstmalige freie Abwahl der Regierungspartei folgt eine friedliche Machtübergabe |
| 2004 | Umweltschützerin Wangari Maathai erhält als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis |
| 2011 | Kenia erklärt der islamistischen Terrororganisation Al Shabaab in Somalia den Krieg. Die Islamisten verüben mehrere Anschläge in Kenia |
| 2024 | Nach Coronapandemie und Regierungswechsel herrscht im Land eine hohe Inflation |
10969 Berlin | Markgrafenstr. 63 | Tel. 030 2 59 26 60 | embassy-of-kenya.de
Nairobi | Langata Road | Tel. 020 2 37 94 07 | kws.go.ke
Vertretung in Deutschland: Tel. 021 04 83 29 19 | magicalkenya.com
Ludwig-Krapf-Haus | 113 Riverside Drive | Riverside | Nairobi | Tel. 020 4 26 21 00 | nairobi.diplo.de
Limuru Road 536 | Nairobi | Tel. 020 4 06 00 22 | bmeia.gv.at/oeb-nairobi
Rosslyn Green Drive (off Red Hill Road) | Nairobi | Tel. 0730 69 40 00 | eda.admin.ch/nairobi
Eine Postkarte per Luftpost (ca. 1 Euro) braucht ein bis zwei Wochen, kann aber gern auch mal viel später eintreffen (posta.co.ke). Zuverlässig ist Express mit DHL.
Wer mit dem Mobiltelefon online gehen will, kann – außer in wirklich entlegenen Gebieten – mit einem guten Netz rechnen. Dafür solltest du dir eine SIM-Karte der großen Anbieter Safaricom oder Airtel anschaffen. Die SIM kostet unter 1 Euro und kann in jedes mitgebrachte Handy ohne SIM-Lock eingelegt werden. Aufgeladen wird das Handy von Prepaidkarten (scratch cards), die überall erhältlich sind. Die Telefonnummern in diesem Buch sind für den Gebrauch in Kenia aufgelistet: Von Europa aus wählst du 00254 vor und lässt die erste „0“ weg. Vorwahl nach Deutschland: 0049, nach Österreich: 0043, in die Schweiz: 0041.
Schon kleinere Städte haben Internetcafés. Viele Hotels, Lodges und Restaurants bieten kostenloses WLAN.
Lamu Dhow-Regatta
Maulidi al Nabi (Lamu): Geburtstag des Propheten, Datum beweglich nach dem Mondkalender
Lamu Yoga Festival (Lamu)
Ramadan: Zur Fastenzeit sind die nördlichen Küstenregionen eher still, Lamu besonders. Das Ende des Mondmonats wird umso größer gefeiert. Wechselnde Daten, 2025: 28. Feb.–30. März, 2026: 18. Feb.–19. März
Lewa-Marathon (Lewa Conservancy): Ca. 700 Athleten aus aller Welt stellen sich jährlich der Herausforderung, safaricommarathon.com
Rhino Charge (wechselnde Orte): Geländefahrt-Spektakel sammelt Geld zum Schutz bedrohter Nashörner, rhinocharge.co.ke
Große Tierwanderung von 2 Mio. Gnus, Zebras und Antilopen aus der Serengeti in die Masai Mara
Concours d’Élégance (Nairobi): Buntes Fest rund um Oldtimer, die Upper Class kommt im passenden Vintage-Outfit. concourskenya.com
Lamu Cultural Festival (Lamu): Für ein Wochenende wird die Altstadt von Lamu Town zur Open-Air-Bühne. lamutourism.org
East African Safari Classic Rally (Mombasa): eastafricansafarirally.com
Jamhuri Day (landesweit): Feiertag am 12. Dez. mit Umzügen und Ansprachen im Gedenken an den Tag der Unabhängigkeit 1963
Beneath the Baobabs (Kilifi)
| 1. Januar | Neujahr |
| März/April | Karfreitag und Ostermontag |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 1. Juni | Madaraka Day (Unabhängigkeitstag) |
| 20. Oktober | Mashujaa Day (Tag der Helden) |
| 12. Dezember | Jamhuri Day (Gründung der Republik) |
| 25./26. Dezember | Weihnachten. |
Wer sich ins kenianische Getümmel stürzen will, braucht Mut und Vorsicht. Nicht nur aufgrund des scheinbaren Fehlens von Verkehrsregeln, auch wegen des Linksverkehrs. Wichtigste Regel: im Dunkeln nicht außerhalb der Städte fahren – Wildtiere (und viele Autos) haben keine Rücklichter. Straßen sind oft in schlechtem Zustand, achte auf Schlaglöcher. An Polizeisperren stets halten. Geschwindigkeitsbegrenzungen: in der Stadt 50, auf Schnellstraßen 100 km/h, in Nationalparks Schritt fahren.
Nairobi | Embakasi | Tel. 0709 93 30 00, 0709 93 39 99 | aakenya.co.ke
MotoADV (Tel. 0701 0 295 89 | motoadvkenya.com) organisiert Überlandfahrten durch einige der schönsten und entlegensten Regionen Kenias und Ostafrikas. Wer auf eigene Faust losfahren will, kann hier sichere, importierte Motorräder unterschiedlicher Klassen und Zubehör mieten.
Zwischen großen Städten kommst du gut mit Überlandbussen voran. Neben modernen, gemütlichen Bussen gibt es viele alte Klapperkarossen – eher was für Abenteuerlustige. Fahr aus Sicherheitsgründen nie über Nacht und trink vor der Fahrt wenig – die Busse haben keine Toiletten.
Die Taxi-App Bolt ist in Kenia weiter verbreitet als in Deutschland und die günstige Alternative zu Uber. Mit beiden Apps kommst du in Nairobi und Mombasa überall sicher und (meist) schnell hin. Falls du keine der Apps nutzt, bei denen die Preise festgelegt sind, mach vorher einen Preis aus. Nicht immer kennen die Fahrer den Weg, sei vorbereitet – zur Not soll der Fahrer bei deinem Ziel anrufen und sich den Weg erklären lassen. Nimm in Nairobi und Mombasa nachts auch bei kurzen Strecken immer ein Taxi.
Die kenianische Esskultur in einem Satz: Vor allem viel darf es sein! Mahlzeiten sind ein soziales Happening. Ob in der Mittagspause mit Kollegen oder bei großen Familienfeiern, für die Schafe, Ziegen oder Rinder geschlachtet werden – Kenianer lieben das gemeinsame Essen.
Im Binnenland liebt man vor allem Fleisch in unterschiedlichen Variationen und mit stärkehaltigen Beilagen. Das Nationalgericht heißt schlicht Nyama choma: gegrilltes Fleisch. Auch Eintöpfe mit Linsen, Bohnen oder Kartoffeln sind beliebt, am besten mit viel „soup“. Wer mutig ist, probiert Innereien: fast überall gibt es Leber und Matumbo (Gedärme), die nur frisch geschlachtet und gut gereinigt zu empfehlen sind. Fleisch ist von erstklassiger Qualität, das Steak solltest du aus hygienischen Gründen dennoch eher well done als medium bestellen. Als Beilagen werden der Maisbrei Ugali, Reis, pfannkuchenartige Chapatis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pfeilwurz oder vor allem im Westen des Landes Matoke (Kochbananen) gereicht. Ein landesweit beliebtes Gemüse ist Sukumawiki, ein leicht säuerliches, mangoldähnliches Gericht. Das beliebteste Gewürz ist Dania (Koriander).
An der Küste stehen Fisch und Meeresfrüchte auf dem Speiseplan, dazu Reis, der in Kokosmilch gekocht wird. Pilau, ein Reiseintopf mit Zimt, Kardamom und Fleisch, ist dort ebenfalls beliebt. Hummer ist eine Spezialität auf Lamu, wobei es sich eigentlich um eine Langustenart handelt, die dem Hummer aber sehr ähnelt. Zu den beliebtesten Fischen gehören der Rote Schnapper (red snapper) aus dem Indischen Ozean und Tilapia aus dem Viktoriasee.
Vegetarier halten sich an die indischen Restaurants, von denen es dank der prominenten Minderheit im Land sehr viele gibt. Auf den Karten stehen vegetarische Masalas (Currys) ebenso wie Paneer (ein vielfältig zubereiteter, gekochter Käse) und Dal (Linseneintopf). Dazu werden Reis oder die Nan oder Roti genannten Fladenbrote serviert. Natürlich ist die indische Küche nicht auf Gemüsegerichte beschränkt: Hühnchen, Fisch und Fleisch gibt es ebenso.
Während Salat quasi unbekannt ist und aufgrund oft zweifelhafter Hygienebedingungen ohnehin besser gemieden werden sollte, ist das Angebot an frischem Obst schier endlos. Mit der Ware, die auf dem Weg im Schiff oder im Flugzeug nach Europa praktisch jedes Aroma verloren hat, sind Kenias Früchte nicht vergleichbar. Was hier verkauft wird, kommt frisch vom Baum und ist dort bis zur letzten Minute gereift: Passionsfrucht, deren Schale möglichst schwarz und zerknittert aussehen sollte und die dann ausgelöffelt wird; Mango in diversen Sorten (besonders wohlschmeckend: die etwas säuerliche Applemango); die kleinen, besonders süßen afrikanischen Bananen; die frische Papaya, die am besten mit einem Spritzer Zitronensaft genossen wird. Ananas sind aromatischer und nicht so zuckersüß wie die in Deutschland erhältlichen Exemplare, die meist aus Westafrika stammen. Einmalig für Afrika: In Kenia gibt es sogar einheimische Äpfel, weil die Temperaturen im Hochland tief genug sinken.
Etwas anders genießen Kenianer die meist grün geernteten Orangen: Anstatt sie zu schälen, werden die Zitrusfrüchte in Achtel geteilt und ausgezutzelt. Eine besondere Süßigkeit ist das häufig am Straßenrand angebotene Zuckerrohr (miwa), das vor Ort mit der Machete mundgerecht in kleine Stücke zerhackt angeboten wird. Darauf herumkauen, den süßen Saft aussaugen und anschließend ausspucken!
Generell gilt die Regel: „Koch es, schäl es oder vergiss es!“ Rohkost oder in Touristenhotels erhältliche Salate bergen das größte Risiko, Bakterien zu übertragen, die den Magen verderben können.
Der Tag beginnt für die meisten Kenianer mit einem Chai, dem in Milch aufgekochten, starken Tee mit so viel Zucker wie möglich. Dazu gibt es Mandazi (eine Art Krapfen) oder Chapati, dünne Teigfladen. Wer es sich leisten kann, frühstückt wie einst die britischen Kolonialherren: Ei, Speck, Würstchen und Baked Beans gehören zu den Standards, dazu gibt es Toast, der stilecht mit Blue Band (einer speziell für die Tropen erfundenen Margarine) bestrichen wird.
Kaffee hat sich in Kenia zu einem Lifestylegetränk entwickelt. In Nairobi gibt es zahllose Kaffeebars, in denen Latte macchiato noch zu den gewöhnlichsten Kreationen zählt. Anders auf dem Land und an der Küste: Wer auf seine tägliche Ration nicht verzichten kann, sollte sich für Notfälle ein Päckchen Instantkaffee (z. B. Dormans) einpacken.
Das beliebteste Getränk der Kenianer ist Bier. Tusker und Tusker Malt sind die favorisierten Marken, auch Whitecap, Pilsner und das billigere Senator sind überall zu haben – in britischer Tradition warm. Wer ein kaltes Bier möchte, sollte auf Swahili „baridi“ hinzufügen. In Nairobi bekommt man das besonders leckere Sierra (blond, rotblond oder dunkel), nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Wein erfreut sich zunehmender Beliebtheit und kommt meist aus Südafrika. Kenianischer Weißwein aus Naivasha und die Mara-Weine (rote und weiße Verschnitte aus südafrikanischer Ernte) sind trinkbar, mehr aber nicht.
An der Küste bekommst du junge, grüne Kokosnüsse, die anders als die in Europa erhältlichen braunen viel köstliches Fruchtwasser enthalten. Nach dem Trinken schabt der Verkäufer das Fruchtfleisch geschickt heraus, das du dann bequem essen kannst.
Die kenianische Kultur, Mode und Musik beeindruckt so ziemlich jeden, der mit ihr in Kontakt kommt – kein Wunder also, dass sich Reisende hier gern mit Souvenirs eindecken. Wie du dir etwas ostafrikanisches Flair mit nach Hause nimmst, erfährst du hier.
Schöner kann man leere Bier- und Weinflaschen wirklich nicht recyceln: Bei l Kitengela (tgl. 8–16 Uhr | Magadi Road | Kitengela | kitengelaglass.co.ke) gibt es Gläser, Krüge, Windspiele, Skulpturen, Mosaike und vieles mehr aus Glas, das aus eingeschmolzenen Glasabfällen frisch geblasen worden ist. „Buschglas“ nennt die deutsch-kenianische Künstlerin Nani Croze diese Produkte: Alles ist absichtlich ein bisschen krumm und schief und kein Kunstwerk wie das andere. Du kannst die Künstlerin auf dem phantasievoll gestalteten Gelände am Stadtrand von Nairobi besuchen, ohne dass du unbedingt etwas kaufen musst. Weitere Verkaufsstellen befinden sich in der Junction Mall (Ngong Road) und im Village Market (Gigiri); alles wird auf Wunsch flugtauglich verpackt.
Bunt bedruckte und bestickte, qualitativ hochwertige T-Shirts gibt es bei Oneway (Village Market; Gigiri | Yaya Centre; Kilimani | Gate 4 & 7; JKIA) – auf Wunsch auch aus Öko-Baumwolle. Besonders beliebt: T-Shirts mit dem Logo von Kenias berühmtester Biermarke Tusker. Kanga-Tücher, versehen mit einem auf Swahili verfassten Spruch, sind vielseitig verwendbare Mitbringsel. Hippe Modekreationen von jungen kenianischen Designern gibt’s bei Made in Kenya.
Den passenden Schmuck designt die aus Deutschland ausgewanderte Marie-Rose Iberl (Maro Designs | Spinners Web | Peponi Road | maro-designs.com), die in ihren Ketten und Ohrringen aus Naturmaterialien geschickt Tradition und Moderne zusammenbringt.
Wohlduftend, nachhaltig und sozial – Körperpflegeprodukte mit Zutaten „made in Kenya“ sind ein phantastisches Mitbringsel. Immer mehr Frauen in den Slums lernen ihre Herstellung und emanzipieren sich so finanziell. Die Seifen, Öle und Balsame riechen köstlich nach Masala-Tee, Lavendel, Minze oder kenianischem Kaffee. Hübsch verpackt in bunten afrikanischen Printstoffen gibt es sie z. B. von Washindi Naturals (u. a. bei Pink Skink | Junction Mall | Nairobi | @washindinaturals).
Musik aus Kenia hat in den letzten Jahren unheimlichen Aufwind bekommen. Lokale Popbands, Rapper, Bongo-Flava-Artists und auch Singer-Songwriterinnen verkaufen ihre CDs landesweit und sogar international. Auch in Kenia sind die meisten Musikfans zwar mittlerweile nur noch digital unterwegs. Trotzdem findest du in echten Läden hier auch noch echte Inspiration, zum Beispiel bei Melodica Music Stores (Mfangano Street | Nairobi).
Jimmy’s Record Store (Kenyatta Market | Nairobi) ist eine Schatzkiste für Vinyl-Fans. Nimm dir ruhig etwas mehr Zeit, um hier afrikanische und auch internationale musikalische Schmuckstücke zu durchstöbern und mit Jimmy über Gott und die Welt und natürlich auch über Musik zu plaudern.
| Nyama choma | Gegrilltes Fleisch von der Ziege (mbuzi) oder vom Rind |
| Kuku | Frittiertes Hähnchen; traditionell aufgezogen (kienyeji) |
| Matumbo | Gebratene Innereien |
| Lamu lobster | Hummerähnliche Langustenart |
| Swahili fish | Meeresfisch, gebraten und mit einer Marinade aus Kokosmilch, Ingwer und Zitronensaft gewürzt |
| Shrimps with coconut rice | Gebratene Garnelen mit in Kokosmilch gekochtem Reis |
| Fried fish | Ganzer gebratener Fisch |
| Ugali | Traditioneller Maisbrei |
| Sukumawiki | Grünes Blattgemüse, serviert mit Tomaten und Chili |
| Pilipili chips | Matschige, scharf gewürzte Pommes frites |
| Ndengu | Eintopf aus Mungobohnen (vegetarisch oder mit Fleisch) |
| Chapati | Pfannkuchenartiges Fladenbrot |
| Kachumbari | Scharf gewürzter Tomatensalat |
| Githeri | Einfaches Gericht aus Bohnen und Mais |
| Samosas | Frittierte Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch oder Gemüse |
Dieses kenianische Volksmotto bedeutet auf Kiswahili so viel wie „alle an einem Strang ziehen“. Und in diesem Vielvölkerstaat ist das auch nötig: Mehr als 40 Ethnien oder Stämme sind von der Regierung offiziell anerkannt. Englisch und Kiswahili sind die offiziellen Amtssprachen, je nach Ethnie sprechen die 55 Mio. Kenianer aber zusätzlich noch eine von mindestens 30 weiteren Sprachen. Die größte Volksgruppe sind die Kikuyu (17,1 %), deren Stammland das Hochland rund um den Mount Kenya ist. Es folgen die Luhya aus dem Westen (14,3 %), Kalenjin aus dem Rift Valley (13,4 %), die Luo vom Viktoriasee (10,7 %) und die Kamba aus Kenias Südwesten (8 %). Immer mehr Kenianer, gerade in den Städten, entstammen Mischehen oder wollen sich keinem Stamm zurechnen lassen.
Die weltweit berühmteste Ethnie Kenias sind vermutlich die Massai, die bis heute farbenfroh gekleideten Nomaden der ostafrikanischen Steppenlandschaft. Dabei machen sie nur eine winzige Minderheit der Bevölkerung aus. Ihr besonders ausgeprägtes Traditionsbewusstsein birgt ökonomische Nachteile und geht teilweise mit Menschenrechtsverletzungen wie der weiblichen Genitalverstümmelung einher. Anderseits sind die Massai aber auch wahre Touristenmagneten.
Obwohl Kenias Wirtschaft seit Jahren boomt, lebt die große Mehrzahl der Kenianer nach wie vor in Armut. Viele müssen mit nur wenigen Dollars am Tag über die Runden kommen. Im globalen Entwicklungsindex des UN-Entwicklungsprogramms UNDP belegt Kenia nur Platz 152 von 191. Die Coronapandemie verschärfte dabei bestehende Probleme, auch wenn sie hier vergleichsweise glimpflich verlaufen ist. Unter Präsident Ruto, für viele einst Hoffnungsträger, kam eine hohe Inflation dazu, die vor allem die Ärmsten der Armen trifft. Deshalb gilt: Wenn möglich, immer Trinkgeld geben und Preisverhandlungen nicht bis zur Schmerzgrenze ausreizen.
Sie schützen in den Nationalparks die Menschen vor den Tieren – und die Tiere vor den Menschen: Die grün uniformierten Ranger des Kenya Wildlife Service (KWS) sind die Männer und Frauen, die Wege instandhalten, Gebühren kassieren und Wilderer verfolgen, die es vor allem auf Elfenbein und Nashornhörner abgesehen haben. Die Zentrale der staatlichen Organisation liegt am Nairobi-Nationalpark. Wer auf eigene Faust Nationalparks besuchen will, kann die Tickets dafür über eCitizen (kws.ecitizen.go.ke) erwerben, ein Portal, unter dem alle Regierungsdienste zusammengefasst werden. An den Gates der Parks werden dagegen keine Tickets mehr verkauft. Damit soll die Korruption bekämpft werden.
Während sich Erwachsene in Europa in der Regel die Hände schütteln, wird in Kenia eine besondere Betonung auf das Händeineinanderschlagen gelegt. Wie bei uns vor allem aus Hip-Hop-Kreisen bekannt, gibt es hier verschiedene Variationen – vom Daumen-Gegeneinanderschnalzen über Einanderheranziehen und Auf-die-Schulter-Klopfen bis hin zu kunstvollen Fingerübungen. Seit der Coronapandemie hat sich ein einfacher Fistbump als Begrüßung der Wahl herauskristallisiert.
Die Immunschwächekrankheit Aids ist in Kenia wie fast überall in Afrika ein großes Problem. Experten gehen davon aus, dass etwa vier Prozent aller erwachsenen Kenianer infiziert sind. Unter Risikogruppen ist die Rate viel höher: So wird geschätzt, dass vier von fünf (in Kenia in der Illegalität arbeitenden) Prostituierten infiziert sind. Halt für den Fall eines Urlaubsflirts Kondome bereit, die fast überall erhältlich sind.
Korruption ist ein fester Bestandteil des kenianischen Alltags. Politische Korruptionsskandale bestimmen immer wieder die Schlagzeilen. Allein in den 2020er-Jahren flogen schon mehrere davon auf, oft unter Verwicklung hochrangiger Parlamentarier und Gouverneure. Auch die Coronapandemie bot fruchtbaren Boden: Laut Aktivistinnen wurden massenweise Gelder veruntreut, die zur Beschaffung medizinischer Ausstattung bestimmt waren. Verhandelt werden solche Fälle vor Gericht nie, schließlich gilt auch die Justiz selbst als hochgradig korrupt. Sogar Mitglieder der Antikorruptionsbehörde haben immer wieder mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen – kein Wunder also, dass Kenia Platz 127 von 180 auf dem Corruption Perception Index 2023 von Transparency International belegt. Den Alltag erschwert Kenianern die verbreitete Kleinkorruption. Polizisten, Beamte, Lehrer: Alle wollen tea oder soda, ein bisschen Extra, um ihre Arbeit zu erledigen. Selbst wenn man dich offen danach fragt: Als Tourist solltest du niemals ein Bestechungsgeld zahlen, erst recht nicht selbst anbieten. Im Zweifel lieber dumm stellen!
Das ist die inoffizielle Devise der Matatus, dieser oft exzentrisch dekorierten Kleinbusse, die auch noch die entlegensten Winkel des Landes erschließen. Meistens hört man die Matatus lange, bevor man sie sieht: Aus der geöffneten Tür hängt der tout genannte Kassierer, der durch permanentes Rufen Fahrgäste in sein Matatu locken will. In den Städten dröhnt aus den Lautsprechern oft einheimischer Pop, Reggae oder US-Hip-Hop, auf dem Land kann man auch mal über mehrere Stunden mit Gospel beschallt werden. Matatus sind in der Regel ziemlich klapprig und oft nicht besonders sicher. Dazu kommt, dass die Fahrer rücksichtslos rasen und sich auch an den unmöglichsten Stellen durchdrängeln – je schneller sie die Route zurücklegen, desto mehr Geld verdienen sie nämlich. An den fast täglich vorkommenden tödlichen Unfällen ist deshalb meist ein Matatu beteiligt.
Hypnotisches Getrommel und rhythmisches Zupfen – das verbindet man gemeinhin mit afrikanischer Musik. Doch Kenias Musikszene hat so viel mehr zu bieten: von den poppigen, massentauglichen Songs der weltweit gehypten Band Sauti Sol über die sonnigen Swahili-Vibes von Küstenkünstlern wie Idd Aziz bis hin zum feministisch inspirierten Dub von Muthoni the Drummer Queen. Nairobi ist die Heimat vieler toller Livemusiker und Singer-Songwriter, darunter der Gitarrist Tetu Shani, die stimmgewaltige Karun und die soulige Xenia Manasseh. In den vielen kleinen Studios floriert zudem eine innovative Elektroszene. Zum musikalischen und künstlerischen Underground gehören Produzent und Multiinstrumentalist Blinky Bill und sein Kollektiv Just A Band genauso wie Punkbands wie Crystal Axis, die in ihren Texten das Trauma des Kolonialismus behandeln. Und wer doch lieber mit den Hüften wackeln oder mit dem Kopf nicken will, ist gut bedient mit den Beats von Kagwe Mungai oder den Raps von Nyashinski.
Wer sich in Kenia als Atheist zu erkennen gibt, sollte mit verständnislosen Blicken rechnen – das in Europa gängige Prinzip des Unglaubens ist hier kaum jemandem geheuer. Gut zehn Prozent der Kenianer sind Muslime, die meisten von ihnen leben an der Küste oder im Norden des Landes. 85 Prozent haben sich in der letzten großen Volkszählung von 2019 als Christen bezeichnet, wobei evangelikale Kirchen (sogen. Pfingstkirchen) die am stärksten wachsende Anhängerzahl haben. Nur ca. 20 Prozent der Kenianer sind Katholiken. Die Mehrheit der indischstämmigen Minderheit sind Hindus. Stark rückläufig ist dagegen die Zahl derer, die angeben, Naturreligionen zu folgen, auch wenn einige der alten Glaubenstraditionen in die importierten Weltreligionen integriert wurden. Für die Christen ist der Sonntag für den mehrstündigen Gottesdienst reserviert, der gerade für die armen Bevölkerungsschichten auch das größte soziale Event der Woche ist.
Die Vielehe – in einigen ethnischen Gruppen Tradition – ist ein heikles Thema. Aufsehen erregte ein Gesetz, das das Parlament 2014 verabschiedete: Mit den Stimmen der männlichen Mehrheit wurde es Männern aus drücklich erlaubt, eine beliebige Anzahl an Frauen zu heiraten. Vor allem aber wurde festgelegt, dass Frauen künftig keinen Widerspruch mehr gegen weitere Ehen ihres Mannes einlegen können. Für viele moderne Kenianerinnen ein Affront. Die weiblichen Abgeordneten verließen das Parlament vor der Verabschiedung des Gesetzes unter wütendem Protest.
Auf Kiswahili bedeutet Safari schlicht „Reise“ – wunder dich deshalb nicht, wenn dir beim Auschecken aus einem Hotel Safari njema, „gute Reise“, gewünscht wird. Doch gerade in Kenia bedeutet Safari natürlich viel mehr: Für viele Urlauber ist sie schlicht die Erfüllung eines Traums. Nächte unter dem Sternenhimmel, wilde Tiere, unbekannte Geräusche und exotische Gerüche mitten in der Wildnis, deren Vielfalt man auf den Game Drive genannten Pirschfahrten entdecken kann. Wer nach Kenia kommt, sollte mindestens eine Safari unternehmen. Wer die Tierwelt in ihrer ganzen Pracht beobachten will, muss früh aufstehen: Noch vor Sonnenaufgang geht’s im Geländewagen los. Ein Schimmern von Sonnenstrahlen am Horizont reicht und die nächtliche Stille ist plötzlich vorbei. Vögel zwitschern, Affen rufen und die Savanne erwacht zum Leben. Löwen gähnen dem neuen Tag entgegen, Antilopen und Giraffen beginnen ihre täglichen Wanderungen und Leoparden kehren von der nächtlichen Jagd in den Schutz eines Baums zurück. Wenn nach ein paar Stunden die Sonne hoch am Himmel steht und die Tiere im Dickicht Schutz vor der Hitze suchen, geht es zum Frühstück und zu einer Siesta zurück ins Camp. Der nächste Game Drive lohnt erst wieder am Nachmittag, wenn es kühler wird. Hobbyfotografen können sich freuen, denn während das äquatoriale Tageslicht die Bilder flach und kontrastarm macht, verschaffen Morgen- und Abendlicht den Landschaften und der Tierwelt eine wunderschöne Stimmung.
Traditionell legt man in Kenia nicht sehr viel Wert auf Umweltschutz. Das Müllbeseitigungssystem ist mangelhaft und kaum jemand recycelt. Die kenianische Umweltbehörde versuchte das Müllproblem anzugehen: Seit 2017 sind Plastiktüten verboten. Wer sie benutzt, herstellt oder importiert, muss mit Geldstrafen bis 30 000 Euro oder einer Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren rechnen. Bisher scheiterte die Regierung aber an der Einführung eines Pfandsystems für Plastikflaschen, das große Konzerne jetzt in Eigenregie umsetzen wollen. Ein Problem in den Städten ist die Luftverschmutzung. Zwischen stinkenden Abwasserrinnen, wilden Müllkippen und den knatternden Auspuffen der Kleinbusse lässt es sich manchmal nur schwer atmen. Zum Glück ist Nairobi sehr grün und die Bäume filtern einen Teil der Abgase. Was die Energiegewinnung angeht, ist Kenia bereits überdurchschnittlich grün: Der überwiegende Teil des Stroms im Land wird durch die Erdwärme des vulkanischen Rift Valleys oder durch Wasserkraftwerke gewonnen.
Während viele Bars und Cafés im Außenbereich das Rauchen erlauben, ist es in der Öffentlichkeit streng verboten. Für die Fluppe nach dem Flieger deshalb einen gekennzeichneten Raucherbereich suchen!
Ein laues Lüftchen, moderate Temperaturen – Kenias Wetter lässt einen gern glauben, man wäre vor Sonnenbrand sicher. Trag zum Schutz vor der Äquatorsonne immer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf!
Unangenehme, ähem, verdauungstechnische Zwischenfälle lassen sich nicht immer vermeiden. Nimm daher zur Vorbeugung nur Wasser aus versiegelten Flaschen, auch zum Zähneputzen und Kochen.
Ein heikles Thema ist Korruption. Sollte tatsächlich jemand ein Bestechungsgeld verlangen, stell dich am besten dumm und frag immer wieder geduldig nach, was genau gemeint ist. Auf jeden Fall aber ruhig bleiben, denn Aufregung bringt dich nicht weiter und kann zu Problemen führen – vor allem bei der Polizei oder offiziellen Stellen.
Flitterwochen? Urlaubsflirt? Kenia ist ein hochromantisches Land! Trotzdem sind Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit nicht gern gesehen. Das gilt für alle, besonders für gleichgeschlechtliche Paare, für die es leider gefährlich werden kann.
Siehe
Es gibt ein Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen sowie Kleinbusse, Taxis und Motorradtaxis "Boda-Boda".
Die Sicherheitskontrollen an den kenianischen internationalen Flughäfen Nairobi "Jomo Kenyatta" und Mombasa "Daniel Arap Moi" und insbesondere am regionalen Flughafen Nairobi-Wilson - Ausgangspunkt zahlreicher "Flying Safaris" entsprechen nicht immer internationalen Standards.
Es herrscht Linksverkehr. Die Hauptverkehrsstraßen sind häufig in schlechtem Zustand und lassen ein schnelles Vorankommen häufig nicht zu.
Öffentliche Busse oder "Matatus" genannte Kleinbusse sind teilweise nicht in verkehrssicherem Zustand.
Schwere Unfälle von Überlandbussen und "Boda-Boda" genannten Motorradtaxis mit Todesopfern aufgrund überhöhter Geschwindigkeit oder Übermüdung der Fahrer sind vergleichsweise häufig.
Bei Safaris lokaler Anbieter führen ein offensiver Fahrstil, die Übermüdung oder nur bedingte Geländetauglichkeit der Kleinbusse regelmäßig zu schweren Unfällen.
Bei der Buchung von Ausflügen bei kleineren lokalen Anbietern wurden Leistungen in Einzelfällen nach Vorkasse von Reisenden nicht erbracht und Beträge nicht zurückerstattet.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Das kenianische Strafrecht stellt homosexuelle Handlungen unter Strafe. Auch wenn diese Bestimmungen bisher nicht angewandt wurden, wird zurückhaltendes Verhalten in der Öffentlichkeit dringend empfohlen. Homosexualität wird weitestgehend tabuisiert.
Es ist nach Verabredungen über Dating-Apps zu Überfällen und Gewalttaten insbesondere gegenüber Homosexuellen gekommen, siehe Sicherheit - Kriminalität.
Das kenianische Recht ist streng und sieht hohe Geld- bzw. langjährige Freiheitsstrafen für zahlreiche Vergehen vor. Auch ohne Verurteilung muss mit langer (teils mehrjähriger) Untersuchungshaft gerechnet werden.
Drogendelikte (auch Besitz von Marihuana für den Eigenbedarf) werden selbst bei Geringfügigkeit strafrechtlich verfolgt und streng bestraft. Gleiches gilt für unerlaubten Waffenbesitz. Auch Gas/Schreckschuss- und Spielzeugpistolen, CS-Gas und Pfefferspray werden als Waffen klassifiziert,
Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Menschen-/ Frauenhandel und Ausbeutung werden mit langjährigen Freiheitsstrafen geahndet. In Kenia gelten alle Personen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres als Kind im Sinne dieses Gesetzes.
Im Falle des unerlaubten Aufenthalts in Kenia, unter anderem auch bei Ablauf eines vorher gültigen Visums, drohen Inhaftierung, Geldstrafe und/oder Abschiebung.
Das Fotografieren von Einrichtungen, die als militärisch und/oder sicherheitsrelevant gelten können (z. B. Flughafen, offizielle Regierungsgebäude), ist verboten. Eine Erlaubnis der Sicherheitskräfte kann im Einzelfall eingeholt werden.
Es besteht ein allgemeines Verbot von Plastiktüten, schon der Besitz ist strafbar, es drohen hohe Geldstrafen und sogar Haft, siehe auch
Der Besitz und Handel von Elfenbein und Elfenbeinprodukten steht unter hohen Geld- und Freiheitsstrafen, auch wenn die Produkte vor Inkrafttreten von Artenschutzregelungen erworben bzw. hergestellt wurden. Der Kauf oder das Sammeln von Korallen, Muscheln und Seesternen ist verboten.
Da auf kenianischen Geldscheinen und Münzen Portraits der Präsidenten abgedruckt sind, steht die Beschädigung bzw. Zerstörung der Währung unter Strafe.
Das Rauchen in öffentlichen Bereichen ist weitgehend verboten, die Vorschriften werden inzwischen strenger kontrolliert. Die Einfuhr und das Rauchen von Wasserpfeifen (inklusive Tabak) sind verboten.
Landeswährung ist der Kenya-Shilling (KES). Bargeld kann an Geldautomaten mit Kreditkarten und Debitkarten (Girocard) europäischer Banken abhängig von den Sicherheitsvorkehrungen der jeweiligen Bank bis maximal 40.000 KES abgehoben werden. Es ist hilfreich, einen kleineren Betrag in 1-USD-Noten griffbereit mitzuführen, um erste Kosten, z. B. für ein Taxi, bestreiten zu können.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist für alle Personen ab dem Alter von 12 Monaten eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Bei Reisen nur in die North Eastern Province, nach Kilifi, Kwale, Lamu, Malindi und Tanariver in der Coastal Province sowie nach Nairobi und Mombasa ist eine Gelbfieberimpfung nicht allgemein empfohlen, kann aber dennoch sinnvoll sein. Im übrigen Land besteht eine allgemeine Empfehlung zur Gelbfieberimpfung. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist in der Regel nicht notwendig.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern sichergestellt werden.
Die medizinische Versorgung in Kenia ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb des großen Zentrums in Nairobi fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie einigen Privatkliniken gewährleistet. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen insbesondere auf dem sonstigen Markt vor.
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die zur Verfügung. Das Malariarisiko ist regional unterschiedlich:
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig auftreten können: Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Leishmaniasis, lymphatische Filariosen, Rift-Valley-Fieber, West-Nil-Fieber und Zikavirus-Infektionen. In Nairobi ist das Risiko für diese Erkrankungen allgemein nur minimal.
Die in Kenia vorkommende Erkrankung Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen. Durch Zecken kann Afrikanisches Zeckenbissfieber, eine Rickettsiose, übertragen werden.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Kenia wurde Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.
In Kenia besteht ein Risiko für Erkrankungen wie Meningokokken-Erkrankungen und Tuberkulose. Diese werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen treten in der Trockenzeit von Dezember bis März und von Juni bis Oktober auf.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Rift-Valley-Fieber wird durch den Kontakt mit Schlacht- und Milchprodukten infizierter Tiere übertragen. Bei Milzbrand handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Huftieren (vor allem Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen,Pferde und Wildtiere sowie deren Kadaver) übertragen werden kann. MERS wird nach derzeitigem Wissensstand über Kamele übertragen. In Kenia leben eine Reihe gefährlicher, teils nachtaktiver Giftschlangen, giftiger Spinnen und Skorpione. Daneben kommen auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung wie z. B. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen oder Hundertfüßler vor.
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Abgase desolater Fahrzeuge und Rauchentwicklung durch Verbrennung von Garten- und Plastikmüll treten im ganzen Land auf.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie Wurminfektionen.
Reisen in große Höhe können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Von Reisen in die Countys Baringo, West Pokot, und Turkana der North-Rift-Region wird derzeit dringend abgeraten.
Von Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia (ca. 100 km Entfernung zur Grenze), einschließlich der Provinz Lamu, wird dringend abgeraten.
Von nicht notwendigen Reisen nach Lamu Island und Manda Island wird abgeraten.
Bei Reisen in die erweiterte North-Rift-Region (Elgeyo Marakwet, Samburu sowie im Dreiländereck von Laikipia, Meru und Isiolo) wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Für Dienstag, 21. April 2026, wird in den sozialen Medien zu landesweiten Protesten („total shutdown") aufgrund der gestiegenen Benzinpreise aufgerufen. Die Demonstrationen wurden seitens der Polizei untersagt; dennoch können vereinzelte Demonstrationen im Land nicht ausgeschlossen werden. Dabei kann es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten kommen. Ferner sind Diebstähle und Raubüberfälle im Umfeld der Demonstrationen nicht ausgeschlossen.
Reisende sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen zur eigenen Sicherheit treffen:
Nach vermehrten Angriffen durch kriminelle Banden in Teilen der Countys Laikipia, Meru und Isiolo hat die kenianische Regierung am 26. März 2026 mehrere Teilgebiete dieser Countys für zunächst 30 Tage als besonders gefährdet eingestuft.
Bei Reisen in die vorgenannten Regionen wird derzeit zu besonderer Vorsicht geraten, siehe auch Kriminalität.
Vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten und angesichts der ohnehin vorhandenen Gefahr terroristischer Anschläge in der Region Ostafrika wird zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.
Von Reisen in die Countys Baringo, West Pokot, und Turkana der North-Rift-Region wird derzeit dringend abgeraten.
Von Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia (ca. 100 km Entfernung zur Grenze), einschließlich der Provinz Lamu, wird dringend abgeraten.
Von nicht notwendigen Reisen nach Lamu Island und Manda Island wird abgeraten.
Bei Reisen in die erweiterte North-Rift-Region (Elgeyo Marakwet, Samburu sowie im Dreiländereck von Laikipia, Meru und Isiolo) wird zu besonderer Vorsicht geraten.
In Kenia besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Anschläge. Die somalische Al-Shabaab-Terrororganisation droht weiterhin mit Anschlägen in Kenia.
Mehrere Anschläge in der Vergangenheit und eine Reihe vereitelter Anschläge haben die Entschlossenheit der Terroristen unter Beweis gestellt. Regierungsgebäude, Hotels, Bars und Restaurants, Einkaufszentren, kirchliche Einrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Kleinbusse, Fähren, Flughäfen und andere stark frequentierte Einrichtungen zählen zu den Orten mit erhöhter Gefährdung.
Von Besuchen des Grenzgebietes zu Somalia im Nordosten Kenias, einschließlich der Provinz Lamu, wird wegen terroristischer Aktivitäten dringend abgeraten.
Lamu Island und Manda Island sind bislang nicht Ziel von Anschlägen geworden. Es gibt jedoch ein verstärktes Aufkommen aktiver terroristischer Zellen, die bis in die Nähe des Archipels vordringen.
Bei Aufenthalten und Reisen in abgelegene Orte oder Nebenstrecken der Küstenregion besteht ein erhöhtes Entführungs- und Anschlagsrisiko.
Seit 2024 kommt es an verschiedenen Orten Kenias immer wieder zu Demonstrationen und zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten mit Toten und Verletzten, zuletzt Anfang Juli 2025.
Demonstrationen können in Kenia jederzeit, auch ohne konkreten Aufruf, stattfinden.
In Laikipia und angrenzenden Counties mehren sich die Konflikte über Weide- und Landrechte. Dabei kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Übergriffen auf Farmen und Lodges.
In den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias besteht die Gefahr von Stammesauseinandersetzungen.
Siehe Aktuelles
Von Reisen in die Countys Baringo, West Pokot, und Turkana der North-Rift-Region wird derzeit dringend abgeraten.
Bei Reisen in die erweiterte North-Rift-Region (Elgeyo Marakwet, Samburu sowie im Dreiländereck von Laikipia, Meru und Isiolo) wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Die kenianische Regierung hat Teile der North-Rift-Region als besonders gefährdet erklärt.
Hintergrund sind vermehrte Angriffe durch Banden in diesem Bereich, die durch Streitigkeiten um Land und Ressourcen angeheizt werden.
Die Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, besteht in allen Landesteilen. Nicht ausgeschlossen sind Ausspähungen, die anschließend in sogenannte Blitz-Entführungen münden, bei denen auch westliche Ausländer über mehrere Stunden hinweg festgehalten werden, um mit ihren Bankkarten hohe Geldbeträge abzuheben.
Bestimmte Stadtteile Nairobis wie Eastleigh, Pangani und Slum-Gebiete sind besonders gefährlich. In Nairobi ereigneten sich zudem in letzter Zeit mehrere Fälle von Trickbetrug, in denen die Betrüger den Reisenden, als Polizisten verkleidet, gegenübertraten. Es ist daher zu empfehlen, sich immer den Dienstausweis des vermeintlichen Polizisten zeigen zu lassen und diesem nicht ohne nachvollziehbaren Grund zu folgen.
In Nairobi und in Mombasa besteht die erhöhte Gefahr von Raubüberfallen, auf Fußgänger wie auch auf Autofahrer einschließlich des „Car-Jackings".
Auch bei organisierten „Slum-Touren" ist es in der Vergangenheit zu gewalttätigen Übergriffen auf Besuchergruppen gekommen.
Bei Spaziergängen an Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb der Hotelanlagen besteht eine erhöhte Gefahr, überfallen zu werden.
In den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias, in der Küstenregion nördlich von Malindi sowie auf den Straßen in die Nordostprovinz und die nördliche Küstenprovinz besteht eine erhöhte Gefahr von bewaffneten Überfällen und Entführungen.
Nach Verabredungen über Dating-Plattformen ist es zu Überfällen, teilweise mit schwerer Körperverletzung, gekommen. Es gab zudem Erpressungsversuche aufgrund vermeintlicher Minderjährigkeit der Beteiligten oder homosexueller Handlungen.
Sporadische kriminelle Aktivitäten werden auch im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania in den Regionen Massai Mara, des Natron-Sees, Namanga, des Amboseli-Parks gemeldet.
Vor allem an der Küste kommt es gelegentlich zu Überfällen auf privat angemietete Bungalows und Ferienhäuser von Individualtouristen.
Auch beim Besuch von Bars, Restaurants und Nachtclubs ist es insbesondere an der Küste vereinzelt zu bewaffneten Überfällen gekommen.
2025 wurden in Nairobi vermehrt Raubüberfälle/„Bag Snatching" auf Reisende gemeldet, die am Tag zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs waren. Die Täter benutzen Motorradtaxis und nehmen auch Verletzungen ihrer Opfer (z.B. durch Stürze) in Kauf. Vorfälle wurden vor allem in Nairobi in den Bezirken Riverside, Westlands, Gigiri und Runda bekannt; weitere, ähnliche Vorfälle können auch in anderen Bezirken oder Städten nicht ausgeschlossen werden.
Vor den Küsten besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen, trotz laufender internationaler Bemühungen zur Eindämmung. Nach wie vor sind Schiffe vor Kenia gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden.
Kenia liegt in einer seismisch leicht aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommen kann.
Das Klima ist an der Küste tropisch, das Hochland und Zentrum des Landes ist subtropisch, der Norden und Nordosten semi-arid und arid.
Extreme Trockenheit und Dürre kann die östlichen, nordöstlichen, aber auch Küstenregionen betreffen.
In den Regenzeiten, die üblicherweise von Oktober bis November und von Ende März bis Mitte Juni gehen, können starke Regenfälle Überflutungen und Erdrutsche sowie Schäden an der Infrastruktur verursachen.
Siehe Aktuelles
Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
Es gibt ein Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen sowie Kleinbusse, Taxis und Motorradtaxis „Boda-Boda".
Die Sicherheitskontrollen an den kenianischen internationalen Flughäfen Nairobi „Jomo Kenyatta" und Mombasa „Daniel Arap Moi" und insbesondere am regionalen Flughafen Nairobi-Wilson - Ausgangspunkt zahlreicher „Flying Safaris" entsprechen nicht immer internationalen Standards.
Es herrscht Linksverkehr. Die Hauptverkehrsstraßen sind häufig in schlechtem Zustand und lassen ein schnelles Vorankommen häufig nicht zu.
Öffentliche Busse oder „Matatus" genannte Kleinbusse sind teilweise nicht in verkehrssicherem Zustand.
Schwere Unfälle von Überlandbussen und „Boda-Boda" genannten Motorradtaxis mit Todesopfern aufgrund überhöhter Geschwindigkeit oder Übermüdung der Fahrer sind vergleichsweise häufig.
Bei Safaris lokaler Anbieter führen ein offensiver Fahrstil, die Übermüdung oder nur bedingte Geländetauglichkeit der Kleinbusse regelmäßig zu schweren Unfällen.
Bei der Buchung von Ausflügen bei kleineren lokalen Anbietern wurden Leistungen in Einzelfällen nach Vorkasse von Reisenden nicht erbracht und Beträge nicht zurückerstattet.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Das kenianische Strafrecht stellt homosexuelle Handlungen unter Strafe. Auch wenn diese Bestimmungen bisher nicht angewandt wurden, wird zurückhaltendes Verhalten in der Öffentlichkeit dringend empfohlen. Homosexualität wird weitestgehend tabuisiert.
Es ist nach Verabredungen über Dating-Apps zu Überfällen und Gewalttaten insbesondere gegenüber Homosexuellen gekommen, siehe Sicherheit - Kriminalität.
Das kenianische Recht ist streng und sieht hohe Geld- bzw. langjährige Freiheitsstrafen für zahlreiche Vergehen vor. Auch ohne Verurteilung muss mit langer (teils mehrjähriger) Untersuchungshaft gerechnet werden.
Drogendelikte (auch Besitz von Marihuana für den Eigenbedarf) werden selbst bei Geringfügigkeit strafrechtlich verfolgt und streng bestraft. Gleiches gilt für unerlaubten Waffenbesitz. Auch Gas/Schreckschuss- und Spielzeugpistolen, CS-Gas und Pfefferspray werden als Waffen klassifiziert, siehe Einreise und Zoll - Einfuhrbestimmungen.
In Nationalparks ist die Mitnahme von Waffen streng verboten.
Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Menschen-/ Frauenhandel und Ausbeutung werden mit langjährigen Freiheitsstrafen geahndet. In Kenia gelten alle Personen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres als Kind im Sinne dieses Gesetzes.
Im Falle des unerlaubten Aufenthalts in Kenia, unter anderem auch bei Ablauf eines vorher gültigen Visums, drohen Inhaftierung, Geldstrafe und/oder Abschiebung.
Das Fotografieren von Einrichtungen, die als militärisch und/oder sicherheitsrelevant gelten können (z. B. Flughafen, offizielle Regierungsgebäude usw.), ist verboten. Eine Erlaubnis der Sicherheitskräfte kann im Einzelfall eingeholt werden.
Es besteht ein allgemeines Verbot von Plastiktüten, schon der Besitz ist strafbar, es drohen hohe Geldstrafen und u.U. sogar Haft, siehe auch Einreise und Zoll – Einfuhrbestimmungen.
Der Besitz und Handel von Elfenbein und Elfenbeinprodukten steht unter hohen Geld- und Freiheitsstrafen, auch wenn die Produkte vor Inkrafttreten von Artenschutzregelungen erworben bzw. hergestellt wurden. Der Kauf oder das Sammeln von Korallen, Muscheln und Seesternen ist verboten.
Da auf kenianischen Geldscheinen und Münzen Portraits der Präsidenten abgedruckt sind, steht die Beschädigung bzw. Zerstörung der Währung unter Strafe.
Das Rauchen in öffentlichen Bereichen ist weitgehend verboten, die Vorschriften werden inzwischen strenger kontrolliert. Die Einfuhr und das Rauchen von Wasserpfeifen (inklusive Tabak) sind verboten.
Landeswährung ist der Kenya-Shilling (KES). Bargeld kann an Geldautomaten mit Kreditkarten und Debitkarten (Girocard) europäischer Banken abhängig von den Sicherheitsvorkehrungen der jeweiligen Bank bis maximal 40.000 KES abgehoben werden. Es ist hilfreich, einen kleineren Betrag in 1-USD-Noten griffbereit mitzuführen, um erste Kosten, z. B. für ein Taxi, bestreiten zu können.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate über das Aufenthaltsende hinaus gültig sein. Die Vorlage eines Rück- oder Weiterreisetickets ist notwendig. Vor Einreise ist eine elektronische Einreisegenehmigung „eTA" notwendig, siehe eTA.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
Alle Reisenden benötigen eine „Electronic Travel Authorization" (sogenannte „eTA") zur Einreise nach Kenia; Informationen zu Ausnahmen bietet die eTA-Webseite). Die Beantragung erfolgt online und kann frühestens drei Monate vor Abreise eingereicht werden; spätestens jedoch 72 Stunden vor Abreise. Die „eTA" berechtigt nicht automatisch zur Einreise – dies liegt im Ermessen der Grenzbeamten bei der Einreise. Weitere Informationen in deutscher Sprache bietet die Kenianische Botschaft.
Seit Einführung der elektronischen Einreisegenehmigung „eTA" ist kein Visum zur Einreise nach Kenia mehr erforderlich.
Bereits erteilte (E-)Visa behalten ihre Gültigkeit bis zum Abschluss der Reise.
Es besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit ein East African Visa, gültig zur mehrfachen Einreise für die Länder Kenia, Uganda und Ruanda über das elektronische Visasystem zu beantragen. Die Kosten betragen 100 USD.
Bei Weiterreise in eines der Nachbarländer mit anschließender Wiedereinreise nach Kenia, besteht die Möglichkeit ein Visum zur mehrfachen Einreise zu beantragen.
Eine Arbeitsgenehmigung ist regelmäßig erforderlich, auch bei Tätigkeiten in sozialen Einrichtungen oder bei Nichtregierungsorganisation und Praktika. Weitere Informationen bietet das kenianische State Department for Immigration Services.
Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt. Das Mitführen einer englischsprachigen, von den Erziehungsberechtigten unterschriebenen, beglaubigten Einverständniserklärung wird empfohlen.
Bargeld und Zahlungsmittel müssen bei Beträgen über 10.000 USD deklariert werden. Wertvolle elektronische Geräte sind ebenfalls bei der Einreise zu deklarieren.
Die Einfuhr von Waffen (einschließlich Gas-/Schreckschusspistolen, Tränengas u.a. in Deutschland frei verkäufliche Waffen zur Selbstverteidigung), Drogen aller Art sowie jeder Art pornographischen Materials ist strikt verboten.
Da die meisten exotischen Tier- und Pflanzenarten geschützt sind, sind der Besitz und damit auch die Ausfuhr entsprechender Souvenirs verboten und werden mit hohen Geld- oder Haftstrafen geahndet, siehe Reiseinfos – Rechtliche Besonderheiten.
Weitere Informationen bietet die FAQ der Kenya Revenue Authority (KRA).
Für die Einfuhr von Katzen und Hunden stellt die Botschaft von Kenia in Berlin gegen Vorlage des EU-Heimtierausweises, eines aktuellen tierärztlichen Gesundheitszeugnisses und einer Gebühr eine Einfuhrerlaubnis aus.
Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist für alle Personen ab dem Alter von 12 Monaten eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Bei Reisen nur in die North Eastern Province, nach Kilifi, Kwale, Lamu, Malindi und Tanariver in der Coastal Province sowie nach Nairobi und Mombasa ist eine Gelbfieberimpfung nicht allgemein empfohlen, kann aber dennoch sinnvoll sein. Im übrigen Land besteht eine allgemeine Empfehlung zur Gelbfieberimpfung. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist in der Regel nicht notwendig.
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern sichergestellt werden.
Die medizinische Versorgung in Kenia ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb des großen Zentrums in Nairobi fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie einigen Privatkliniken gewährleistet. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen insbesondere auf dem sonstigen Markt vor.
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist regional unterschiedlich:
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig auftreten können: Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Leishmaniasis, lymphatische Filariosen, Rift-Valley-Fieber, West-Nil-Fieber und Zikavirus-Infektionen. In Nairobi ist das Risiko für diese Erkrankungen allgemein nur minimal.
Die in Kenia vorkommende Erkrankung Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen. Durch Zecken kann Afrikanisches Zeckenbissfieber, eine Rickettsiose, übertragen werden.
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Kenia wurde Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.
In Kenia besteht ein Risiko für Erkrankungen wie Meningokokken-Erkrankungen und Tuberkulose. Diese werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen treten in der Trockenzeit von Dezember bis März und von Juni bis Oktober auf.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Rift-Valley-Fieber wird u.a. durch den Kontakt mit Schlacht- und Milchprodukten infizierter Tiere übertragen. Bei Milzbrand handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Huftieren (vor allem Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen ,Pferde und Wildtiere sowie deren Kadaver) übertragen werden kann. MERS wird nach derzeitigem Wissensstand über Kamele übertragen. In Kenia leben eine Reihe gefährlicher, teils nachtaktiver Giftschlangen, giftiger Spinnen und Skorpione. Daneben kommen auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung wie z. B. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen oder Hundertfüßler vor.
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Abgase desolater Fahrzeuge und Rauchentwicklung durch Verbrennung von Garten- und Plastikmüll treten im ganzen Land auf.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
Reisen ans Meer können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen.
Reisen in große Höhe können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Nairobi ist gut. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte aller Fachrichtungen vorhanden.
Die East African Flying Doctors (ein fliegender Ärztedienst) bieten eine spezielle Mitgliedschaft für Touristen an, die garantiert, dass man bei Krankheit oder einen Unfall auf Safari diesen Dienst in Anspruch nehmen kann (einschl. Lufttransport). Die medizinische Versorgung in Nairobi und Mombasa entspricht nicht den europäischen Standards.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung ist dringend empfohlen.
Auch auf einen konsequenten Insektenschutz sollte geachtet werden, um Infektionskrankheiten und Durchfälle zu vermeiden.
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit und insbesondere in den Distrikten Homa Bay, Isiolo, Kisumu, Koibatek, Migori, Rachuonyo, Siaya und Suba besteht ein erhöhtes Cholera-Erkrankungsrisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Die Infektionsgefahr von Touristen gilt als sehr gering. Eine Impfung ist in der Regel nicht erforderlich. Die sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygiene ist stets empfohlen
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Hepatitis A und B | 4 | - |
| Malaria | 3 | - |
| Typhus & Polio | 5 | - |
| Dengue-Fieber | 2 | - |
| Gelbfieber | 1 | - |
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben und sich dort weniger als 12 Stunden aufgehalten haben. Eine Auffrischung nach zehn Jahren wird nicht mehr verlangt. Allen Reisenden nach Kenia, die älter als 9 Monate sind, wird eine Gelbfieberimpfung dringend empfohlen, da Kenia selbst Infektionsgebiet ist.
[2] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt besonders an den Küstengebieten vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz und bei Langzeitaufenthalt eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[3] Malariaschutz ist ganzjährig im gesamten Land erforderlich. Hohes Malariarisiko besteht im ganzen Land unterhalb von 2.500 m Höhe, in den Regenwaldgebieten, einschließlich der Touristenresorts an der Küste und im Westen von Kenia sowie während der Regenzeit von März bis Juni und von Oktober bis Dezember. Die Hauptstadt Nairobi sowie Gebiete über 2500 m sind malariafrei. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparium (Malaria tropica) tritt zu 99 % auf. Eine Vorbeugung mit Medikamenten wird für die Reiseregionen unterhalb von 2.500 m Höhe einschließlich der Städten empfohlen.
[4] Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[5] Eine Impfung gegen Poliomyelitis wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalt auch gegen Typhus.
[6] Örtliche Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis (so genannte "epidemischen Hirnhautentzündung") wurden in der Vergangenheit aus dem Nordwesten der Rift-Valley-Provinz mit Schwerpunkt im West Pokot-Distrikt unmittelbar an der ugandischen Grenze gemeldet. Wie Uganda gehört auch Kenia zum endemischen Meningitis-Gürtel, in dem besonders während extremer Trockenheit mit einem höheren Krankheitsaufkommen gerechnet werden muss. Für Risiko-Reisende bzw. bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt wird eine ACWY-Impfung empfohlen.
[7] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen (Victoriasee!) landesweit vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar und ggf. ratsam.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Fleckfieber tritt landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen in den halbtrockenen Gebieten im Norden und Osten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Es besteht im Westen, vor allem im Lambabwe-Tal die Infektionsgefahr mit der Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis). Es werden sorgfältige Insektenschutzmaßnahmen empfohlen.
Landesweit und ganzjährig besteht die Gefahr des Zeckenbiss-Fiebers. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.
Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Nein | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Nein | Ja |
| Schweiz | Ja | Nein | Ja |
| Österreich | Ja | Nein | Ja |
| Deutschland | Ja | Nein | Ja |
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über mindestens 1 freie Seite verfügen. Hinweis: Ein vorläufiger Reisepass reicht für die Einreise nicht aus.
Die Einreisebestimmungen können sich ändern. Die hier bereitgestellten Informationen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisenden wird jedoch empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der zuständigen Botschaft oder offiziellen Regierungsstellen zu informieren. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen.
Achtung: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.
Achtung: Vor der Einreise muss online die International Travelers Health Surveillance Form ausgefüllt werden, wenn der Einreisende an Symptomen leidet, die typisch für Grippe sind.
Eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA) ist für die Einreise nach Kenia für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder erforderlich. Die eTA sollte zwei Wochen vor der Abreise beantragt werden. Die eTA muss mindestens drei Tage vor der Einreise und kann frühestens drei Monate vor der Einreise beantragt werden. Dennoch garantiert eine erteilte eTA nicht die Einreise nach Kenia. Vor Ort entscheiden die Grenzbeamten, ob die eTA für die Einreise akzeptiert wird. Hinweis: Ein vorläufiger Reisepass reicht für die Beantragung der eTA nicht aus.
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher, Schweizer, Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Einreisebestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Allein reisende, Kinder benötigen einen eigenen Reisepass, eine eTA und eine schriftliche Reiseerlaubnis beider Elternteile. Kinder unter 16 Jahren, die von ihren Eltern begleitet werden, benötigen eine eTA und einen Reisepass.
Minderjährige, die einen anderen Nachnamen tragen als der sie begleitende Erwachsene, sollten das Verwandtschaftsverhältnis zu diesem Erwachsenen nachweisen können (z.B. mit einer Geburtsurkunde).
Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzertifikat, das im Herkunftsland ausgestellt wurde, benötigt. Die Tollwutimpfung muss mindestens 1 Monat und maximal 12 Monate vor der Ankunft durchgeführt worden sein. Zusätzlich muss eine Einfuhrgenehmigung vorgelegt werden, die von der Botschaft in Berlin innerhalb von 1 Woche bei postalischer Antragstellung bzw. innerhalb von einen Tag bei persönlicher Antragstellung ausgestellt wird. Notwendig ist ein Anschreiben an die Botschaft, das die persönlichen Daten des Reisenden enthält (v. a. Name und Anschrift). Die Gebühr, die per ec-Karte oder Überweisung bezahlt werden kann, beträgt 57 €. Die genauen Anforderungen sind unter www.kenyaembassyberlin.de erhältlich.
elektronische Einreisegenehmigung eTA: in der Regel 3 Werktage. Es wird empfohlen, das eTA mindestens 2 Wochen vor der Reise zu beantragen.
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Rück- oder Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Gemeinsames Visum für Kenia, Uganda und Ruanda.
eTA elektronische Einreisegenehmigung: 32,50 US$ einfache Einreise; 160 US$ mehrfache Einreise. Hinzu kommen Bank- und Bearbeitungsgebühren.
elektronische Einreisegenehmigung eTA:
- Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist
- aktuelles Passbild / Selfie
- Kontaktinformationen
- Reise- und Flugpan
- Touristen und Besucher: Reservierung der Unterkunft oder private Einladung; Geschäftsreisende: Einladungsschreiben der kenianischen Firma und Kopie der Unternehmenseintragung
- Zahlungsmittel wie z.B. Kreditkarte
- Bearbeitungsgebühr
- ggf. weitere Unterlagen
1 Kenia-Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: KSh, KES (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 500, 200, 100 und 50 KSh im Umlauf; Münzen im Wert von 20, 10, 5 und 1 KSh. Es gibt auch eine 40-Schilling-Münze, die allerdings selten vorkommt.
Achtung: Die Banknoten im Wert von 1.000 Kenia-Schilling wurden zum 1. Oktober 2019 aus dem Umlauf genommen. Sie verloren zu diesem Datum ihren Wert und können bei den Banken nicht umgetauscht werden.
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen und der Landeswährung ist ab einem Gegenwert von 10.000 US$ deklarationspflichtig.
American Express, Mastercard, Diners Club und Visa werden in Hotels, Reisebüros, von Veranstaltern von Safaritouren und in Restaurants häufig angenommen. An zahlreichen Bankautomaten, die in Städten zunehmend auch an Tankstellen zu finden sind, kann man Bargeld mit Kreditkarte (vor allem mit Visa) abheben. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks werden in der Regel in Kenia nicht akzeptiert.
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr. Einige Banken haben auch samstags von 09.00-11.00 Uhr geöffnet. Viele Niederlassungen haben inzwischen Geldautomaten, die rund um die Uhr zugänglich sind. Nationale und internationale Banken haben Niederlassungen in den meisten größeren Städten.
Folgende Artikel können zollfrei nach Kenia eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
250 g Tabakprodukte (Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Tabak, Schnupftabak);
1 l Spirituosen oder 2 l Wein;
0,5 l Parfüm und Eau de Toilette (in der Gesamtmenge darf Parfüm nicht mehr als ein Viertel ausmachen).
Geschenke und persönliche Gegenstände, die den Gegenwert von 500 US$ nicht übersteigen dürfen.
Wertvolle elektronische Geräte müssen deklariert werden.
Wertgegenstände und Waren, die nicht genehmigungsfrei sind, müssen deklariert werden, wie zum Beispiel Drohnen.
Falschgeld, Betäubungsmittel, Tränengas, gebrauchte Reifen, Waffen und Munition (nur mit polizeilicher Genehmigung), CS-Gas und Pfefferspray, Drogen, pornografisches Material, Spielzeugwaffen und unechte Waffen, Obst, Pflanzen und Pflanzensamen, Streichhölzer, die weißen Phosphor enthalten; destillierte Getränke, die gesundheitsschädliche Öle und Chemikalien enthalten; Seifen und Kosmetikartikel, die Quecksilber enthalten; Artikel aus Plastik, die kleiner als 30 Mikrometer sind, sowie Verpackung aus Plastik wie Plastiktüten und -folie.
Gold, Diamanten. Die Ausfuhr von Tierhäuten und anderen Jagdtrophäen ist ohne Genehmigung der kenianischen Regierungsbehörde verboten.
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