| Ländername | Vereinigte Republik Tansania, Kisuaheli: Jamhuri ya Muungano wa Tanzania |
| Beste Reisezeit | Januar, Februar, Juni, Juli, August, September |
| Fläche | 947.303 km2 |
| Hauptstadt | Dodoma |
| Bevölkerung | 61.741.120 |
| Sprache | Englisch |
| Staats-/Regierungsform | Präsidialsystem mit Premierminister und Unionsregierung für Tansania, eigene Regierung für Sansibar mit Teilautonomie unter Leitung eines Präsidenten |
| Staatsoberhaupt | Samia Suluhu Hassan, Amtsantritt: 19.03.2021 mit Wiederwahl am 29.10.2025, Chama Cha Mapinduzi (CCM), Präsident von Sansibar: Hussein Ali Mwinyi (CCM), Amtsantritt: 03.11.2020 (Wiederwahl am 29.10.2025) |
| Vertreter des Staatsoberhaupts | Dr. Emmanuel John Nchimbi (CCM), Amtsantritt: 03.11.2025 |
| Regierungschef | Samia Hassan Suluhu |
| Außenminister | Mahmoud Thabit Kombo (CCM), Amtsantritt: 21.07.2024 |
| Währung | Tansania-Schilling |
| Zeitzone | Ostafrikanische Zeit, UTC+3 |
| Reiseadapter | D, G |
| Kfz-Länderkennzeichen | EAT |
| ISO-3166 | TZ, TZA |
| Internet-TLD | .tz |
| Landesvorwahl | +255 |
| Website | https://www.tanzania.go.tz/ |
| Reisepass & Visum | Notwendig |
| 3,5 Mio. Jahre v. Chr. | Erste menschliche Spuren im Great Rift Valley |
| Ab 9. Jh. | Aufschwung der Suaheli-Kultur |
| 18. Jh. | Muslime kontrollieren die Handelswege |
| 1873 | Verbot des Sklavenhandels |
| 1890 | Tanganyika gehört zur Kolonie Deutsch-Ostafrika |
| 1919 | Tanganyika wird unter das Protektorat der Briten gestellt |
| 9. Dez. 1961 | Unabhängigkeit |
| 26. April 1964 | Tanganyika und Sansibar schließen sich zur Republik Tansania zusammen |
| 1967 | Arusha-Deklaration: Die sozialistische Ära beginnt |
| 1985 | Der Afrikanische Sozialismus scheitert |
| 1995 | Erste Mehrparteienwahlen |
| 2020-2022 | Schwieriger Umgang mit der Coronapandemie durch fehlende Infrastruktur und teils gezielte staatliche Desinformation |
| 2021 | Salima Suluhu Hassan wird erste weibliche Präsidentin |
Eschenallee 11 | 14050 Berlin | Tel. 030 3 03 08 00 | tanzania-gov.de
Garden Av./Mirambo Street | Daressalaam | Tel. 0786 97 16 92 | daressalam.diplo.de
Arusha | Tel. 0787 98 17 97 (für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten)
Jenny Bouraima | Sansibar | Tel. 0622 82 00 11
Slipway Road, Plot 1864 | Msasani | Daressalaam | Tel. 0773 37 42 08 | austrian.consulate.daressalaam@outlook.com
Kinondoni Road, Plot 79 | Daressalaam | Tel. 0222 66 60 08 | eda.admin.ch/daressalaam
Viele Hotels bieten Internetanschluss, in den Ballungszentren gibt es außerdem zahlreiche Internetcafés (Preise 500–2000 TSh/Std.). Im europäischen Vergleich sind die Verbindungen jedoch sehr langsam. Deshalb empfiehlt es sich, gleich nach Ankunft am Flughafen eine lokale SIM-Karte mit mobilem Internet zu kaufen.
Die Präsidenten haben die Meinungsfreiheit in den letzten Jahren stark eingeschränkt. Zahlreiche Journalisten werden bedroht oder sind verschwunden. Auch einige ausländische Journalisten wurden bereits inhaftiert. Der Guardian ist die führende englischsprachige Zeitung Tansanias und geht die Regierung immerhin etwas schärfer an. Der Citizen (gehört zur Aga-Khan-Mediengruppe) ist unabhängig, während die Daily News eine Regierungszeitung und deshalb als einzige fast überall im Land erhältlich ist. Wichtigstes Medium für die meisten Tansanier ist nach wie vor das Radio: das staatliche Radio Tanzania spielt einheimische Musik. Nachrichten hört man am besten auf dem BBC World Service. Das Fernsehprogramm findet vor allem auf Suaheli statt.
Idd al-Moulid: Geburtstag des Propheten Mohammed (Stone Town)
Sauti za Busara: Musikfestival, (Stone Town), busaramusic.org
Nyama Choma: Grillfestival (Arusha)
Kilimanjaro Marathon: (Moshi), kilimanjaromarathon.com
Tag der tansanischen Vereinigung: (ganz Tansania)
Dar Jazz Event: (Daressalaam), darjazzevent.com
Eid Mubarak: Fastenbrechen (Sansibar)
Festival of the Dhow Countries: (Sansibar)
Zanzibar International Film Festival: (Stone Town), ziff.or.tz
Mwaka Kogwa Festival: persische Neujahrsfeier (Makunduchi, Sansibar)
Tanzacat Regatta: jährliche Wettfahrt von Msasani nach Stone Town, hobie.co.za/events
Bagamoyo Arts Festival: (Bagamoyo), bagamoyo.com
Diwali: Lichtfest der Hindugemeinde, (Daressalaam)
East African Safari Classic Rallye: weltgrößtes Safari-Rennen von Mombasa nach Tansania, eastafricansafarirally.com
Swahili Fashion Week: (Daressalaam), swahilifashionweek.com
| 1. Januar | Neujahr |
| 6. Januar | Mapinduzi Day, Jahrestag der Revolution auf Sansibar |
| März/April | Karfreitag; Ostermontag |
| 26. April | Union Day, Gründung Tansanias aus Tanganyika und Sansibar |
| 7. April | Todestag des ersten sansibarischen Präsidenten Scheich Karume |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 7. Juli | Saba Saba: Tag der Kleinbauern |
| 8. August | Nane Nane: Tag der Bauern |
| 14. Oktober | Todestag von Julius Nyerere |
| 9. Dezember | Unabhängigkeitstag |
| 25./26. Dezember | Weihnachten |
| muslimische Feiertage | Die muslimischen Feste Idd al Fitr (Ende der Fastenzeit Ramadan) und Idd al Hadsch (Opferungsfest) richten sich nach dem Mondkalender und sind ebenfalls Feiertage. |
Der öffentliche Verkehr in Tansania ist gut vernetzt. Mit dem Dalla-Dalla erreichst du auch entlegene Gegenden. Auf den wichtigen Hauptrouten verkehren komfortable Überlandbusse. Es gibt zudem zwei Bahnlinien: Die Central-Line, die von Dar aus nach Kigoma (Tanganyika-See und Gombe-Park) mit Abzweigen etwa nach Mwanza (Viktoriasee) fährt und die Tazara-Line von Dar nach Sambia.
Die Fahrt vom Flughafen nach Daressalaam kostet mit dem Taxi etwa 15 Euro. In Daressalaam, Arusha und Sansibar kannst du auch den Fahrdienst Uber nutzen, der ist etwas günstiger.
Die Vielfalt an frisch gefangenem Fisch und Meeresfrüchten macht das Essen an der Küste zu einem einzigen Genuss. Fisch wird meist als Ganzes gegrillt oder in einer gewürzten Sauce gekocht. Hummer ist eine Spezialität, die auf Sansibar besonders erschwinglich ist und die man unbedingt probieren sollte, am besten einfach gekocht oder gegrillt. Auch die riesig großen Krebse und Krabben sind sehr lecker.
Wer lieber Fleisch als Fisch isst, befindet sich in Tansania in guter Gesellschaft. Nicht umsonst ist nyama choma (gegrilltes Fleisch) das Nationalgericht im Binnenland. Traditionell wird dafür ein Stück Ziege oder Schaf auf Holzkohle gegrillt und am Tisch in Stücke geschnitten, dazu gibt es Salz und Ugali (Maisbrei). Ebenso zubereitet wird frisch geschlachtetes Rind angeboten, Schwein gibt es hingegen nur selten und ist sehr teuer. Das Rindfleisch aber ist günstig, oft braucht man jedoch Geduld beim Kauen. Es wird nämlich nur sehr selten abgehängt. Tansanier schwören auf durchwachsenes Fleisch mit ordentlicher Fettkante, doch es hat sich herumgesprochen, dass Urlauber meist magere Stücke bevorzugen. Steak solltest du, wenn es unbedingt sein muss, aus hygienischen Gründen mindestens medium bestellen, zumal „blutig“ (Englisch: rare) in Tansania durchaus wörtlich genommen wird. Vegetarier können sich auf die indische Küche freuen, die praktisch überall angeboten wird. Zu den beliebtesten Gerichten gehören dal (Linseneintopf), massalas (Currys) mit Gemüse (oder Huhn) und der auf vielfältige Weise zubereiteter paneer, ein fester Kochkäse. Dazu werden Reis, naan oder roti (verschiedene Fladenbrote) serviert.
Zumindest einmal solltest du in einem Restaurant mit Plastiktischen und Grill oder Gaskocher auf der Straße essen. Im Mittelpunkt eines solchen Mahls steht die Sättigungsbeilage, entweder Ugali oder Reis. Dazu gibt es einen Eintopf aus Fisch, Huhn, Ziege oder Schaf oder schlicht Bohnen. Mishkaki sind Fleischspießchen, die auf Holzkohle gegrillt werden. Auch Kochbananen und Maiskolben werden auf diese Weise zubereitet. Andere beliebte Snacks sind Sambusas (auch Samosas genannt), frittierte Teigtaschen, die mit Spinat, Käse, Fleisch oder Fisch gefüllt werden. Dazu gibt es auf Wunsch eine scharfe Sauce.
Der Tag beginnt im Binnenland meist herzhaft: Eier, baked beans, Würstchen und ausgebratener Speck, dazu elastisches Toastbrot, das mit Butter oder blue band (Margarine) bestrichen wird. Wenn du nicht aufs Vollkornbrot verzichten willst, bring lieber selbst eins mit. An der Küste besteht das Frühstück meist aus chai (Tee) mit mandazi (Krapfen) oder frischem chapati (Teigfladen). Auf Sansibar gibt es starken arabischen Kaffee, oft mit einer Prise Kardamom gewürzt, der aus orientalischen Kannen gegossen wird. Ansonsten ist (von den Städten mit ihrer trendigen Kaffeekultur abgesehen) guter Kaffee im Land selten: Die edlen Bohnen von den Hängen des Kilimandscharo werden exportiert, während vor Ort Instantkaffee ausgeschenkt wird.
Als Snack gibt es nichts Besseres als die tansanischen Früchte, die sensationell schmecken – kein Vergleich zur deutschen Supermarktware, die im Schiff oder Flugzeug Tausende Kilometer nach Europa zurückgelegt hat. Außer den kleinen, süßen Bananen gibt es Mangos, mehrere Sorten Papaya (mit einem Spritzer Zitronensaft essen!) und Passionsfrucht, die man auslöffelt – die Kerne werden mitgegessen. Ananas sind größer als die in Deutschland erhältlichen und haben eine erfrischende, säuerliche Note. Die grünen Orangen isst man nicht in Stücken, sondern beißt in ein Achtel und saugt den Saft aus.
Wenn die Sonne untergeht, ist das in Tansania Anlass für einen Sundowner, etwa ein lokales Bier: Safari, Serengeti und Kilimanjaro oder das kenianische Tusker werden in Halbliterflaschen serviert. Meistens wird das Bier warm getrunken: Wer ein kaltes Bier möchte, sollte bei der Bestellung baridi (kalt) dazu sagen. Wein wird überwiegend aus Südafrika importiert und ist sehr teuer. Liebhaber von Cocktails haben die Wahl: Wo es Touristen gibt, werden auch Mixgetränke serviert. In den einfacheren Bars trinkt man eher Whisky und Konyagi Gin, pur oder mit Tonic. Wasser solltest du nur aus Flaschen, nie aus der Leitung trinken. Ein Drink der besonderen Art: Mit einer Machete wird die Spitze einer grünen Kokosnuss gekappt, damit man die durchsichtige und sehr erfrischende Kokosmilch trinken kann. Bitte den Verkäufer darum, für dich mit einem Stück Schale das junge Kokosfleisch auf der Innenseite abzukratzen, das du zum Schluss Stück für Stück verzehrst.
Um Magenprobleme zu vermeiden, gilt auch in Tansania: Gekocht sollte das Essen sein, gegart oder geschält. Salat solltest du nur in den Hipsterläden in Dar oder Arusha bestellen. Lauwarme Hotelbuffets mit lange warm gehaltenem Essen sind regelrechte Bakterienherde. Ein bisschen Bauchgrummeln, weil Gewürze und Gerichte anders sind, ist dagegen gerade in den ersten Tagen oft die Regel. Da hilft es, sich auf die Sättigungsbeilagen zu konzentrieren. Gerade Reis und Ugali wirken oft Wunder.
Spar nicht mit dem Trinkgeld – in Tansania ist es auch üblich, Menschen, die einem beim Einparken oder beim Koffertragen helfen, etwas Kleingeld zuzustecken. In Restaurants ist oft eine service charge in der Rechnung enthalten, ansonsten kannst du den Betrag einfach aufrunden. Bei Safaris, Bergtouren oder für Fahrer sind großzügige Trinkgelder vom Gast fest eingeplant. Wenn deine Reise organisiert ist, sprich am besten vorher mit dem Veranstalter.
Feilsche um jeden Preis! Egal ob auf der Straße oder in Souvenirläden, keinesfalls aber im Supermarkt. Das Startangebot, das man dir macht, ist oft viel zu hoch. Hast du einem Preis einmal zugestimmt, ist der Handel abgeschlossen – nachverhandeln geht nicht.
Kangas – Stoffe aus bunt bedruckter Baumwolle – sind ein Stück gewebter Poesie. So werden Neugeborene in Kangas gewickelt, auf denen „titi la mama ni tamu“ steht: Mamas Milch ist die beste. Freundinnen tragen den Kanga, der traditionell in zwei identischen Teilen verkauft wird, als Beweis ihrer Freundschaft. Lass dir unbedingt zeigen, wie er gebunden wird!
Knackige Cashewkerne und eine Auswahl an tansanischem Kaffee gibt es günstiger, aber in derselben Qualität im Supermarkt zu kaufen. Gewürze und Obst besorgst du am besten auf dem Markt. Sag dem Verkäufer, dass du sie im Flugzeug transportieren willst – dann wählt er entsprechend robuste Avocados oder Mangos für dich aus.
Lass dir dein neues Lieblingskleid oder deine neue Lieblingstasche maßschneidern! Da die Herstellung und Anprobe mehrere Tage in Anspruch nehmen, gibst du dein Unikat am besten gleich nach Ankunft bei einem Designer in Auftrag. In Daressalaam ist Kiki’s Fashion zu empfehlen, in Stone Town Moto oder Sasik.
Auf Sansibar werden mit dem Bao-Spiel, einem aufklappbaren Brett (Samenkörner dienen als Spielsteine), richtige Meisterschaften durchgeführt. Zu kaufen gibt es das Spiel überall in Sansibar-Stadt. Vergiss nicht, nach den Regeln zu fragen!
Wer braucht schon Holzgiraffen und Masken! Deck dich lieber mit Naturkosmetik des Start-Ups Inaya (inaya zanzibar.com) aus Sansibar ein. Die Öle und Seifen aus Baobab, Moringa und Macademia sind eine pure Sinnesfreude. Kein Wunder, dass die Gründerin Cheherazade von dem US-News-Kanal CNN entdeckt wurde und ihre Produkte auch erfolgreich online verkauft.
Breite oder zierliche Armreifen aus Holz, Horn, Metall oder Leder. Hüftlange Ketten aus milchig-transparenten Glasperlen. Ringe, mit denen du Blicke auf dich ziehst – Tansanias Goldschmiede und Schmuckdesigner spielen so souverän mit Formen und Materialen, dass du findest, was genau zu dir passt. In den Design-Läden in den Gassen von Stone Town ist die Auswahl am größten.
Er ist tausendmal seltener als Diamanten, leuchtet in drei Farben (blau, violett und burgunderrot) und ist bald komplett abgetragen: Tansanit, ein vor 550 Mio. Jahren am Fuß der Kilimandscharo entstandener Edelstein. Wer sich ein solches Schmuckstück in Rohform oder eingefasst in einen Ring mit nach Hause nehmen will, sollte unbedingt in einem Fachgeschäft kaufen und auf die vier C’s achten: Farbe (colour), Klarheit (clarity), Schnitt (cut) und Karat (carat weight). Je höher die Kombination dieser Eigenschaften, desto wertvoller ist der Juwel.
| Chai maziwa | würziger Schwarztee, dessen Blätter in Milch gekocht werden |
| Maandazi | in Fett ausgebackene Krapfen |
| Supu ya dagaa | gebratene Salzfische aus dem Viktoriasee, im Ganzen zu verzehren |
| Vitumbua | Kokos-Reis-Pancakes mit Kardamom und Vanille |
| Chapati | Teigfladen aus Mehl und Wasser, mit Öl oder Butter bestrichen |
| Katlesi | mit Kartoffel ummantelte, frittierte Hackfleischbällchen KEBABU Bouletten aus Rindfleisch |
| Samosas/ sambusas | mit Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllte und frittierte Teigtaschen |
| Chipsi mayai | mit Ei überbackene Pommes frites |
| Pilau | mit Zimt, Kardamom und Fleischstückchen zubereiteter Reis |
| Mchuzi wa samaki | in Currysoße gekochter Fisch mit Reis |
| Mchemsho | stärkender Eintopf, meist mit Fisch oder Fleisch |
| Ugali | Polenta-Maisbrei, der in Saucen getunkt wird |
| Ndizi kaanga | frittierte oder gegrillte Kochbananen |
| Kachumbari | Salat aus Tomate, Zwiebel, Gurken und Chili |
| Wali wa nazi | in Kokosmilch gekochter Reis |
Die Gesundheit der Menschen in Tansania hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Ein Problem sind aber weiterhin entlegene Gegenden, wo das nächste Krankenhaus 40 km entfernt liegt und es keine Krankenwagen gibt. Dort müssen Frauen oft zu Hause gebären. Die meisten Menschen sterben deshalb an Komplikationen bei der Geburt. Die zweithäufigste Todesursache sind Atemwegsinfektionen. Die Immunschwächekrankheit Aids folgt auf Rang drei, wird aber zunehmend von Wohlstandskrankheiten eingeholt, wie man sie auch in Deutschland findet: In den Städten, wo viel Fast Food konsumiert wird, leiden immer mehr Menschen an Übergewicht – und entwickeln Bluthochdruck und Diabetes.
Löwe, Rhinozeros, Elefant, Leopard und Büffel: Die fünf größten Säugetiere Afrikas waren früher das Hauptziel der Jagdsafaris. Heute dürfen sie nur noch an hunting blocks geschossen werden, deren Lizenzen die Regierung an steinreiche Scheichs und Milliardäre versteigert. 2011 wurden trotzdem rund 10 % aller Elefanten gewildert und ihr Horn illegal verkauft. Heute sind es nur noch etwa 4 %. Nicht nur für Umweltschützer, auch für die Regierung sind diese Zahlen immer noch zu hoch. Denn mit Safari-Touristen verdient Tansania fast ein Fünftel seines Bruttoinlandsprodukts. Deshalb geht das Land hart gegen Wilderer vor: Wer im Nationalpark arbeitet, wird an der Militärakademie trainiert. Die Ranger sind schwer bewaffnet und operieren nicht nur innerhalb der Parks. Wissenschaftlern zufolge hängt der Rückgang der Wilderei aber vielmehr mit weniger Armut, Korruption und dem Weltmarktpreis fürs Elfenbein zusammen. Der ist in den letzten Jahren gesunken. 2017 hat zudem der Hauptabnehmer China den Handel mit Elfenbein verboten und die Wirtschaft wächst nur noch langsam. Die Elefanten freut’s. Törö!
Bei einer Fahrt mit dem Dalla-Dalla sind 25 Fahrgäste keine Seltenheit. Umso erstaunlicher ist es, wenn man die Fahrgäste nach der heißen, holprigen Tour aussteigen sieht: die Anzüge unzerknittert, die Kleidung fleckenlos! Touristen können sich dem traditionellen Gefährt in der Stadt (nur tagsüber!) durchaus anvertrauen. Auf Sansibar sind die privat betriebenen Kleinbusse das Standardverkehrsmittel – staatliche Busgesellschaften gibt es dort nicht. Der große Vorteil der Dalla-Dallas ist ihr Preis: Eine Stadtfahrt kostet selten mehr als ein paar Hundert Schillinge.
Tansanias Antwort auf Hollywood heißt Swahiliwood und wächst wie nie zuvor: Die afrikanische Filmbranche beschäftigt mittlerweile 5 Mio. Menschen und setzt jährlich 5 Mrd. US$ um. Die tansanische Filmindustrie belegt dabei Platz fünf auf dem Kontinent; nach Nigeria, Ghana, Südafrika und Kenia. Die meisten jungen Leute arbeiten im Kreativsektor, denn die Nachfrage nach TV-Serien, Mode und Musik, die sich aus der eigenen Lebenswirklichkeit speist, ist enorm hoch. Die so genannten Bongo-Filme laufen in Bars und Hotels von morgens bis abends rauf und runter, aber wegen der Restriktionen der Regierung und der Hürden bei der Kooperation mit anderen Ländern bleibt der internationale Erfolg bislang aus.
„Mambo vipi!“ heißt „Hey, wie gehts“ auf Suaheli und ist der Start für ein ausführliches Begrüßungsritual, bei dem man sich nach dem Wohlergehen der Familie, der Arbeit, der Kinder und dem ganzen Rest erkundigt. Formeller ist „Habari!“ („Guten Tag“). Touristen werden meist mit dem flapsigen „Jambo!“ begrüßt, worauf du unbedingt mit „Poa!“ („gut“) antworten solltest. Denn dieses Ritual hat einen hohen Stellenwert in Tansania: Niemand käme auf die Idee, in einen Laden zu gehen und einfach etwas zu kaufen. Erst mal wird nachgefragt, wie es dem Verkäufer geht – ob man noch zum Geschäftlichen kommt, wird sich zeigen.
Die Musikrichtungen in Tansania sind so vielfältig wie seine Einwohner. An der Küste und besonders auf Sansibar sind die Einflüsse der arabischen, indischen und afrikanischen Bewohner zum Taraab verschmolzen. Im Zentrum des Landes werden mit Marimbas – Xylofone mit vibrierendem Hohlkörper – ganze Orchester bestückt. In der Kolonialzeit trugen deutsche und britische Militärkapellen zur Entwicklung von beni ngoma bei – Musikvereine, die traditionelle Trommeln mit Blechblasinstrumenten verbinden. In den 90ern schwappte Hip-Hop aus den USA nach Tansania. Gemixt mit Afrobeat, Dancehall und R‘n‘B entstand daraus Bongo Flava und später Singeli: elektronische Beats mit bis zu 300 Beats pro Minute, die auch die Panorama Bar in Berlin schon zum Toben brachte.
Ohne Bernhard Grzimek, ehemaliger Verhaltensforscher und Direktor des Frankfurter Zoos, wäre die Serengeti wohl kein Nationalpark. Was allerdings auch dazu führte, dass zig Einheimische aus der Serengeti vertrieben wurden, um menschliche Einflüsse auf das Ökosystem zu verhindern. Obwohl die Serengeti eine der am längsten besiedelten Regionen der Erde ist. Grzimeks oscarprämierte Dokumentation „Serengeti darf nicht sterben“ (1959) machte die Steppe und ihre wandernden Herden weltberühmt. Bis zu seinem Tod 1987 war er Präsident der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, einer Naturschutzorganisation, die die Serengeti bis heute verwaltet. Seine Urne wurde am Rand des Ngorongoro-Kraters begraben, neben dem Leichnam seines Sohns, der während der Dreharbeiten abstürzte.
Wozu lange darauf warten, dass endlich die Regierung Lücken in der Vorsorge schließt oder man eine Anstellung bekommt? Tansanias Jungunternehmer finden lieber selbst Lösungen auf Probleme. Zanzibit hat eine App entwickelt, mit der Nutzer Zugang zu Gesundheitsinformationen haben, die nächste Apotheke und den nächsten Arzt finden und Termine vereinbaren können. DroneWings bildet Drohnenpiloten aus. Über die Plattform Npovo verkaufen Designer ihre Klamotten in der ganzen Welt. Welcome in Silicon Daressalaam!
Rechne mindestens zwei, besser drei Nächte pro Park ein. Die meistbesuchte Safari-Region ist der Northern Circuit westlich und nordwestlich von Arusha. Die auf den weniger touristischen Süden spezialisierten Veranstalter sitzen in Dar. Die Buchung einer Safari vor Ankunft ist sinnvoll – vor allem in der Hauptsaison sind Lodges und Touren oft Monate im Voraus ausgebucht. Angeboten werden meist packages (Transport, Unterbringung, Safari plus Fahrer und/oder Führer im Paket). Die Preise der Veranstalter (tour operators) variieren stark. Rechne für eine Safari mit mindestens 300 bis 500 Euro pro Kopf und Nacht (mit viel Luft nach oben). Einen Großteil nehmen allein die Park- und Fahrzeuggebühren ein. Am meisten Tiere siehts du nach der großen Regenzeit von Juni bis September, weil sie in den Nationalparks besonders viel Wasser und Futter finden.
Tansanias erster Präsident Julius Nyerere, der von 1961 bis 1985 regierte, führte sein Land in den „afrikanischen Sozialismus“, dessen Kern die Dorfgemeinschaft sein sollte. Die Politik des Ujamaa (Suaheli für: Gemeinschaft) führte die Bevölkerung in Gemeinschaftsdörfern zusammen, die sich selbst verwalten und versorgen sollten. Tansanias Einheitspartei Tanu bestimmte 8000 Ujamaa-Dörfer, Hunderttausende wurden dorthin zwangsumgesiedelt. In den Dörfern wurden Monokulturen propagiert, was zur Auslaugung der Böden und zum Versiegen der Quellen führte. Korruption und Machtmissbrauch schadeten der Wirtschaft so sehr, dass auch die Regierung Nyerere nicht länger wegsehen konnte. Ende der 1970er-Jahre wurde das Experiment eingestellt.
Der seit 2015 regierende Präsident John Magufuli, ein populistischer Sozialist, wurde zwar von vielen wegen seiner Direktheit geschätzt, aber seine Methoden gegen Andersdenkende wurden zunehmend brutal: Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und politische Gegner verschwanden, Internetzensur, Hetze gegen gleichgeschlechtliche Liebe und Schulverbot für schwangere Mädchen setzten insbesondere den jungen Leuten zu. In der Coronapandemie sagte Magufuli, man solle das Virus „wegbeten“ – bis er selbst im März 2021 (mutmaßlich an Covid) verstarb. Seither regiert Samia Suluhu Hassan; die neue Präsidentin verfolgte mit Impfkampagnen zumindest eine seriösere Coronapolitik als ihr Vorgänger.
Die Suaheli (englisch: Swahili) waren Tansanias erste bekannte Hochkultur, entstanden aus einem Mix von afrikanischen, persischen und arabischen Kaufleuten und Traditionen. Ab dem 10. Jh. bauten sie Städte und den Goldhandel mit der Außenwelt aus. Eine der größten Ruinenstädte der Suaheli liegt auf Kilwa Kisiwani, einer Insel südlich von Dar. Manche Historiker glauben, dass die Legende von König Salomons Goldminen hier ihren Ursprung hat. Nach dem 15. Jh. verschwand die Suaheli-Kultur auf einmal von der Bildfläche. Darüber rätseln Archäologen noch immer. Das heutige Tansania verdankt den Suaheli seine Landessprache: Nach der Unabhängigkeit entschied sich Julius Nyerere, Kisuaheli und nicht Englisch zur Staatssprache zu machen. Außerdem verabreden sich viele Tansanier bis heute in Suaheli-Zeit: Sie beginnt mit 0 Uhr bei Sonnenaufgang (am Äquator fast immer um 6 Uhr früh), 6 Uhr entspricht unserer Mittagsstunde, und um 12 Uhr (18 Uhr) geht die Sonne wieder unter. Frag im Zweifel nach, welche Zeit gemeint ist!
128 ethnische Gruppen leben in Tansania in Frieden miteinander. Das liegt zum einen daran, dass es keine dominierende Volksgruppe gibt: Sukuma stellen mit 13 Prozent den größten Bevölkerungsanteil, Nyamwezi und Makonde folgen mit 9 bzw. 8 Prozent. Die Zugehörigkeit ist auf dem Land noch von Bedeutung: Sprache, Kultur, Zeremonien und Riten werden bewusst gepflegt. Dennoch fühlen sich Tansanier, anders als in manchen anderen afrikanischen Ländern, vor allem als Staatsbürger: einer der positiven Effekte von Nyereres Ujamaa-Politik. Denn nachdem Mitglieder verschiedenster Ethnien zwangsweise in den Gemeinschaftsdörfern landeten und dort mit ihren Problemen klarkommen mussten, entstand ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Für Paläontologen ist die Sache klar: Wir sind alle Afrikaner. Vermutlich trennte sich der Entwicklungspfad von Affen und Menschen vor 4 bis 6 Mio. Jahren im Great Rift Valley, das sich durch Tansania, Kenia und Äthiopien zieht. Belege dafür fand das Forscherpaar Richard und Mary Leakey in der tansanischen Olduvai-Schlucht. Aus den dort entdeckten Knochenresten lässt sich ablesen, dass der Homo erectus mindestens 1 Mio. Jahre neben anderen Hominiden in Afrika lebte, bevor sich aus ihm vor ca. 500 000 Jahren der Homo sapiens entwickelte.
„Fliegenfänger“ nennt man jene Männer, die Touristen ansprechen und ihnen günstige Safaris, Ausflüge oder Tickets besorgen wollen. Worauf das Ganze hinausläuft: Man will dein Geld. Mach nur Deals mit ausgewiesenen Tour Companies und lehne höflich, aber bestimmt ein Gespräch ab.
Jeder öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten – auch Händchen halten! – ist in Tansania (erst recht auf den Inseln) absolut verpönt. Besonders öffentliches Küssen wird ungern gesehen, Homosexualität ist sogar verboten.
Höflichkeit, Freundlichkeit und Geduld sind unerlässlich. Auch wenn du nur nach dem Weg fragst, solltest du dein Gegenüber begrüßen. Der Umgang mit Autoritäten verlangt Feingefühl: bleib höflich und ruhig!
Wenn die Nationalhymne erklingt (und das passiert vor jeder öffentlichen Aufführung, sei es Konzert, Kinofilm etc.), gilt für jeden: aufstehen und innehalten, bis die Musik zu Ende ist.
Ob bei Bustickets, im Markt oder in der Garküche: Du solltest immer genug Kleingeld haben und dich nicht ärgern, wenn du zu wenig Wechselgeld bekommst. Beim nächsten Kauf bekommst du vielleicht 100 Schillinge geschenkt.
Siehe
Für alle tansanischen Fluglinien wurde eine Betriebsuntersagung für den europäischen Luftraum durch die europäische Kommission ausgesprochen, siehe Liste unsicherer Fluggesellschaften der.
Eisenbahnreisen sind zwar möglich, aber es ist (mindestens) mit erheblichen Verspätungen zu rechnen; viele Züge verkehren nicht fahrplangemäß. Nach Sansibar gibt es auch Fährverbindungen.
Es herrscht Linksverkehr. Der Zustand der Straßen ist meist recht gut, in abgelegenen Gegenden weniger und dort gibt es schwere Schlaglöcher. Das Fahren auf Schnellstraßen stellt aufgrund ungewohnter und sehr unterschiedlicher Fahrstile eine Herausforderung dar.
Es gibt häufig schwere Verkehrsunfälle. In der letzten Zeit häufen sich auch schwere Busunglücke auf den Schnellstraßen in Tansania.
Zwischen Daressalam und der Inselgruppe Sansibar ereigneten sich in der Vergangenheit mehrere schwere Fährunglücke, bei denen mehrere hundert Tote zu beklagen waren. Nicht immer ist davon auszugehen, dass Fähren ausreichend gewartet sind. Augenscheinlich überfüllte oder überladene Fähren sollten gemieden werden.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Für homosexuelle Handlungen sieht das tansanische Strafrecht sehr hohe Gefängnisstrafen vor; dies betrifft auch ausländische Staatsangehörige. Reisenden wird empfohlen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den sozialen Medien besondere Zurückhaltung zu üben.
Das Verbreiten/Teilen von Videos und Bildern, die Panik verbreiten könnten, steht unter Strafe. Die Vorschrift wird derzeit insbesondere im Zusammenhang mit Bildmaterial von den teils gewaltsamen Protesten anlässlich der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 angewendet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (Flughäfen, Brücken etc.) zu fotografieren.
Prostitution wird mit sehr hohen Gefängnisstrafen belegt. Bei Beteiligung Minderjähriger kann ein lebenslanges Strafmaß verhängt werden. Jeglicher sexueller Kontakt Erwachsener mit Schülern auch weiterführender Schulen ("secondary schools") ist, unabhängig vom Alter der Schüler, verboten und wird mit hohen Haftstrafen und Entschädigungszahlungen geahndet.
Ebenso werden Drogenkonsum, Drogenbesitz und/oder Drogenhandel mit hohen Geld- bzw. Haftstrafen belegt.
Es gilt ein allgemeines Verbot von Plastiktüten. Ein Katalog, der die Ein- und Ausfuhr, die Herstellung, den Verkauf, die Aufbewahrung und den Gebrauch von Plastiktüten unter Strafe stellt, wurde bisher nicht veröffentlicht.
Davon ausdrücklich ausgenommen sind kleine Plastiktaschen mit Zipp-Verschluss für Kosmetika und Flüssigkeiten im Handgepäck, in der Annahme, dass diese auch wieder ausgeführt werden.
Landeswährung ist der Tansania-Schilling (TZS). Kreditkarten als Zahlungsmittel werden meist in größeren Hotels akzeptiert, manchmal jedoch nur noch VISA.
Die Mitnahme von ausreichend Bargeld (EUR/USD) wird empfohlen. Bei Mitnahme von USD-Noten ist zu beachten, dass Banken und Wechselstuben meist nur USD-Noten mit Prägedatum ab dem Jahr 2006 annehmen.
Der Umtausch von EUR in Landeswährung bleibt auf die großen Städte und bestimmte Hotels beschränkt. Bargeldabhebungen mit deutschen Debitkarten (Girocard) sind an Geldautomaten kaum möglich. Empfehlenswert ist daher die Mitnahme (mehreren) gängiger Kreditkarten, die an den meisten Geldautomaten eingesetzt werden können. Insbesondere mit der weit verbreiteten VISA-Karte lässt sich bei verschiedenen Banken relativ zuverlässig Bargeld abheben. Geldautomaten unterliegen gelegentlich Störungen, daher wird eine Bargeldreserve empfohlen.
Auch kam es in der Vergangenheit des Öfteren zu unrechtmäßigen Bargeldabhebungen Dritter zu Lasten einer kurz vorher am Geldautomat benutzten Kreditkarte.
Bei der direkten Einreise aus Deutschland auf das Festland Tansanias und nach Sansibar sind keine Pflichtimpfungen, insbesondere keine Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt auch, wenn im Transit über ein Gelbfieber-Endemiegebiet eingereist wird, solange bei dem Zwischenstopp der Flughafen nicht verlassen wird und der Aufenthalt weniger als 12 Stunden beträgt.
Bei einer Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (aus Nachbarländern) wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr verlangt.
Für längere Aufenthalte im Land und bei erhöhter Mückenexposition kann eine Gelbfieberimpfung auch aus medizinischen Gründen sinnvoll sein.
Dengueviren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inklusive möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Denguefieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.
Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig landesweit inklusive der Städte (auch Daressalam), Nationalparks und auf den Inseln Sansibar, Mafia und Pemba. Der Anteil der Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Risikogebiete stellt die zur Verfügung.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
HIV/AIDS ist im Land ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Regelmäßig kann es während der Regenzeit (Dezember bis März) zu lokal begrenzten Cholera-Ausbrüchen kommen. Es ist ausschließlich die einheimische Bevölkerung betroffen.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.
Die nach der Malaria häufigste fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in afrikanischen Nationalparks ist das afrikanische Zeckenbissfieber (African tick-bite fever).
Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z.T. sehr stechaggressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam.
In der Serengeti und im Tarangire-Nationalpark sowie im Westen des Landes (Tabora, Rukwa, Kigoma) kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große tagaktive Fliegen (Tse-Tse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann.
Sie wird vorwiegend in den trockenen Monaten (vor allem Januar bis April) im Norden und Westen des Landes übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter vier Wochen indiziert sein.
Im Südwesten des Landes (Region Lindi) ist es zu mehreren Fällen von Leptospirose gekommen. Der Erreger wird durch Kontakt mit Süßwasser übertragen, das mit dem Urin von Nagetieren verunreinigt wurde, oder durch direkten Kontakt mit dem Nager-Urin. Es handelt sich um eine schwer verlaufende, hochfieberhafte Erkrankung, die zahlreiche Organe schädigen kann. Das Risiko für Reisende wird als gering eingeschätzt.
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser (Victoria-See) durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe Schistosomiasis.
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden Todesfolge bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor, siehe Erste Hilfe bei Schlangenbissen.
Sollten im Rahmen von touristischen Unternehmungen der Kilimandscharo oder der Mt. Meru bestiegen werden, sind gesundheitliche Probleme möglich (Höhenkrankheit). Eine Bergrettung ist so gut wie nicht vorhanden. Zu Symptomen der Höhenkrankheit siehe auch Höhenkrankheit.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und häufig technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, englisch sprechende Ärzte.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss auch den medizinischen Haftungsausschluss
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Von nicht notwendigen Reisen in den südlichen Teil der Region Mtwara (unmittelbare Grenzregion zu Mosambik) sowie zu den Inseln und der Küstenregion südlich von Kisiju wird abgeraten.
Lassen Sie bei Reisen nach Tansania besondere Vorsicht walten und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge!
Im Zusammenhang mit den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 kam es in mehreren Landesteilen Tansanias zu teils gewaltsamen Protesten mit zahlreichen Toten. Das Internet war über mehrere Tage vollständig abgeschaltet, die Versorgungslage (Bargeld, Treibstoff, Lebensmittel) sowie der Flugverkehr waren erheblich beeinträchtigt. Die Situation hat sich seitdem stabilisiert, bleibt jedoch angespannt. Erneute Proteste, gewaltsame Auseinandersetzungen, kurzfristig verhängte Ausgangssperren, Internet- und Mobilfunkabschaltungen, Reisebeschränkungen sowie Einschränkungen im Fähr- und Flugverkehr – insbesondere nach Sansibar – können nicht ausgeschlossen werden. Auch Versorgungsengpässe (z.B. bei Treibstoff, Bargeld und Lebensmitteln) sind erneut möglich.
Die Krise im Nahen und Mittleren Osten hat auch Auswirkungen auf die Versorgungslage in Tansania. Die Treibstoffpreise sind seit Anfang April 2026 deutlich gestiegen, an einzelnen Tagen kam es zu kurzfristigen Versorgungsengpässen und Wartezeiten an Tankstellen. Weitere, auch kurzfristige Einschränkungen können nicht ausgeschlossen werden.
Siehe Aktuelles
Von nicht notwendigen Reisen in den südlichen Teil der Region Mtwara (unmittelbare Grenzregion zu Mosambik) sowie zu den Inseln und der Küstenregion südlich von Kisiju wird abgeraten.
Lassen Sie bei Reisen nach Tansania besondere Vorsicht walten und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge!
Es besteht ein Risiko für terroristische Anschläge in allen Regionen des Landes, insbesondere auch in der Stadt Daressalam. Als mögliche Ziele kommen besonders Orte mit Symbolcharakter in Frage. Dazu gehören bekannte Sehenswürdigkeiten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, ausländische Botschaften, Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen.
In der Vergangenheit gab es Anschläge sowohl auf dem Festland als auch auf Sansibar. Dabei wurden Gotteshäuser und religiöse Führer angegriffen. Die Hintergründe blieben häufig unklar. In der Region Mtwara nahe der Grenze zur Provinz Cabo Delgado in Mosambik besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Angriffe; die Lage dort bleibt weiterhin volatil.
Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden.
Die Lage in Tansania bleibt nach den teils gewaltsamen Ausschreitungen im Zuge der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 volatil. Weitere Demonstrationen und gewaltsame Auseinandersetzungen können nicht ausgeschlossen werden.
Auf dem teilautonomen Sansibar ist die politische Lage derzeit stabil.
Die Kriminalität ist im gesamten Land relativ hoch und ist weiter angestiegen. Neben Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, aber auch Überfällen häufen sich Entführungen mit Gelderpressung. Hierbei werden Ausländer von angeblich hilfsbereiten Passanten oder angeblichen Taxifahrern angesprochen und Unterstützung wie Mitfahrgelegenheiten angeboten, um sie anschließend auszurauben und/oder unter Androhung von Gewalt zu zwingen, Bargeld vom Geldautomaten abzuheben. Insbesondere Fahrten mit Kleinbussen und nicht näher bekannten Taxifahrern oder durch Bekannte vermittelte Taxifahrten sind gefährlich.
Fahrten mit dem Fahrrad und Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden - dies gilt auch für Strandspaziergänge auf Sansibar. Es sind mehrere Fälle bekannt, bei denen Ausländer gezwungen wurden, durch Anrufe bei Familie oder Bekannten Geldtransfers zu erwirken. Im ganzen Land und insbesondere in den Touristenhochburgen (Arusha, Sansibar, Daressalam und Morogoro) nimmt diese Art der Kriminalität signifikant zu. Bevorzugte Plätze sind Bahnhöfe, Fähranlegestellen und Busstationen, aber auch zunehmend Wohngebiete, etwa Oyster Bay und Masaki in Daressalam.
Bei Angriffen auf Fahrzeuge wird versucht, Wertsachen durch offene Fenster und nicht verriegelte Autotüren zu entwenden.
Nicht bewachte Strände und einsam gelegene Gegenden, aber auch Strände in den Küstenstädten sind besonders gefährlich (inklusive Sansibar).
Es häufen sich zudem Fälle, bei denen Fußgängern Taschen oder Rucksäcke von Dieben auf vorbeifahrenden Motorrädern oder aus Autos heraus gewaltsam entrissen werden, oft mit erheblicher Gefahr für Leib und Leben.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden.
Es herrscht wechselfeuchtes, tropisches Klima mit ausgeprägten Trocken- und Regenzeiten.
Insbesondere Küstenregionen sind meist von Juni bis Oktober von monsunartigen Regenfällen und Überflutungen betroffen, so dass Straßen unpassierbar werden können.
Tansania liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommen kann.
Siehe Aktuelles
Für alle tansanischen Fluglinien wurde eine Betriebsuntersagung für den europäischen Luftraum durch die europäische Kommission ausgesprochen, siehe Liste unsicherer Fluggesellschaften der EU.
Eisenbahnreisen sind zwar möglich, aber es ist (mindestens) mit erheblichen Verspätungen zu rechnen; viele Züge verkehren nicht fahrplangemäß. Nach Sansibar gibt es auch Fährverbindungen.
Es herrscht Linksverkehr. Der Zustand der Straßen ist meist recht gut, in abgelegenen Gegenden weniger und dort gibt es schwere Schlaglöcher. Das Fahren auf Schnellstraßen stellt aufgrund ungewohnter und sehr unterschiedlicher Fahrstile eine Herausforderung dar.
Es gibt häufig schwere Verkehrsunfälle. In der letzten Zeit häufen sich auch schwere Busunglücke auf den Schnellstraßen in Tansania.
Zwischen Daressalam und der Inselgruppe Sansibar ereigneten sich in der Vergangenheit mehrere schwere Fährunglücke, bei denen mehrere hundert Tote zu beklagen waren. Nicht immer ist davon auszugehen, dass Fähren ausreichend gewartet sind. Augenscheinlich überfüllte oder überladene Fähren sollten gemieden werden.
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
Für homosexuelle Handlungen sieht das tansanische Strafrecht sehr hohe Gefängnisstrafen vor; dies betrifft auch ausländische Staatsangehörige. Reisenden wird empfohlen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den sozialen Medien besondere Zurückhaltung zu üben.
Das Verbreiten/Teilen von Videos und Bildern, die Panik verbreiten könnten, steht unter Strafe. Die Vorschrift wird derzeit insbesondere im Zusammenhang mit Bildmaterial von den teils gewaltsamen Protesten anlässlich der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 angewendet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughäfen, Brücken etc.) zu fotografieren.
Prostitution wird mit sehr hohen Gefängnisstrafen belegt. Bei Beteiligung Minderjähriger kann ein lebenslanges Strafmaß verhängt werden. Jeglicher sexueller Kontakt Erwachsener mit Schülern auch weiterführender Schulen („secondary schools") ist, unabhängig vom Alter der Schüler, verboten und wird mit hohen Haftstrafen und Entschädigungszahlungen geahndet.
Ebenso werden Drogenkonsum, Drogenbesitz und/oder Drogenhandel mit hohen Geld- bzw. Haftstrafen belegt.
Es gilt ein allgemeines Verbot von Plastiktüten. Ein Katalog, der die Ein- und Ausfuhr, die Herstellung, den Verkauf, die Aufbewahrung und den Gebrauch von Plastiktüten unter Strafe stellt, wurde bisher nicht veröffentlicht.
Davon ausdrücklich ausgenommen sind kleine Plastiktaschen mit Zipp-Verschluss für Kosmetika und Flüssigkeiten im Handgepäck, in der Annahme, dass diese auch wieder ausgeführt werden.
Landeswährung ist der Tansania-Schilling (TZS). Kreditkarten als Zahlungsmittel werden meist in größeren Hotels akzeptiert, manchmal jedoch nur noch VISA.
Die Mitnahme von ausreichend Bargeld (EUR/USD) wird empfohlen. Bei Mitnahme von USD-Noten ist zu beachten, dass Banken und Wechselstuben meist nur USD-Noten mit Prägedatum ab dem Jahr 2006 annehmen.
Der Umtausch von EUR in Landeswährung bleibt auf die großen Städte und bestimmte Hotels beschränkt. Bargeldabhebungen mit deutschen Debitkarten (Girocard) sind an Geldautomaten kaum möglich. Empfehlenswert ist daher die Mitnahme (mehreren) gängiger Kreditkarten, die an den meisten Geldautomaten eingesetzt werden können. Insbesondere mit der weit verbreiteten VISA-Karte lässt sich bei verschiedenen Banken relativ zuverlässig Bargeld abheben. Geldautomaten unterliegen gelegentlich Störungen, daher wird eine Bargeldreserve empfohlen.
Auch kam es in der Vergangenheit des Öfteren zu unrechtmäßigen Bargeldabhebungen Dritter zu Lasten einer kurz vorher am Geldautomat benutzten Kreditkarte.
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Tansania ein Visum. Es wird empfohlen, dieses vor der Einreise als E-Visum zu beantragen und zu bezahlen. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens zehn Arbeitstage. Die Deutsche Botschaft Daressalam kann zum Stand der Bearbeitung keine Auskunft erteilen. Weitere Informationen zum Verfahren erteilen das zuständige tansanische Immigration Department sowie die Tansanische Botschaft Berlin.
Daneben kann für touristische Reisen ein sogenanntes "Visa on Arrival" bei der Einreise beantragt werden. Die Ausstellung ist jedoch nicht garantiert; es muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Die Kosten betragen zurzeit 50 USD pro Visum (auch für minderjährige Kinder), zahlbar bei Einreise per Kreditkarte oder in bar in passenden USD-Noten (50/100 USD), siehe auch Reiseinfos Geld/Kreditkarten.
Seit Oktober 2024 müssen alle Besucher Sansibars (ausgenommen Einwohner mit tansanischem Aufenthaltstitel) eine obligatorische Einreiseversicherung der Zanzibar Insurance Corporation (ZIC) für die Dauer ihres Aufenthalts (bis zu 92 Tage) abschließen.
Diese Versicherung kann nur bei der ZIC abgeschlossen werden. Andere internationale Reiseversicherungspolicen werden nicht akzeptiert. Die Kosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf 44 USD pro Person. Weitere Informationen bietet die Webseite von Visit Zanzibar. Zusätzlich kann die ZIC auch per E-Mail kontaktiert werden.
Die Einreise kann verweigert werden, wenn nicht die richtige Versicherung nachgewiesen wird.
Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt.
Am internationalen Flughafen in Daressalam werden bei der Aus- und/oder der Einreise an der Passkontrolle Fingerabdrücke genommen sowie digitale Passfotos gefertigt.
Nichtkooperation kann zu einer Verweigerung der Aus- oder Einreise führen.
Devisen können maximal bis zur Höhe von 10.000 USD ohne Anmeldung eingeführt werden. Darüber hinausgehende Beträge müssen beim Zoll deklariert werden. Die Einfuhr pornographischen Materials und Drogen jedweder Art ist verboten. Jagdwaffen müssen bei der Einfuhr angemeldet werden. Im Übrigen ist die Einfuhr von Waffen untersagt.
Die Ein- und Ausfuhr von Plastiktüten ist verboten; kleine Plastiktaschen mit Zipp-Verschluss für Kosmetika und Flüssigkeiten im Handgepäck sind davon ausgenommen. Sonstige mitgeführte Plastiktüten müssen an der Gepäckkontrolle abgegeben werden.
Bei der Ausfuhr von Schmuck/Gegenständen, die z.B. aus Tierfellen/-häuten gemacht wurden, sind die Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommens zu beachten (keine Ausfuhr von Gegenständen, die aus dem Material geschützter Tiere hergestellt sind). Aufgrund jüngster Verhaftungen wird davor gewarnt, Tiertrophäen oder Schmuck mit Bestandteilen von Tieren, die CITES-gelistet sind, zu erwerben oder auszuführen.
Empfindliche Haft- und Geldstrafen können verhängt werden.
Für die Ein- und Ausfuhr von Haustieren wird eine besondere Erlaubnis des Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries, Veterinary Complex benötigt. Hierfür wird ein max. zehn Tage vor der Reise ausgestelltes Gesundheitsattest eines Tierarztes, das vom Gesundheitsamt zu beglaubigen ist, sowie eine Impfbescheinigung darüber, dass das Tier mindestens 21 Tage vor Einreise gegen Tollwut geimpft wurde, benötigt. Informationen und Formulare für die Beantragung der Erlaubnis bietet die Botschaft von Tansania in Berlin.
Bei der direkten Einreise aus Deutschland auf das Festland Tansanias und nach Sansibar sind keine Pflichtimpfungen, insbesondere keine Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt auch, wenn im Transit über ein Gelbfieber-Endemiegebiet eingereist wird, solange bei dem Zwischenstopp der Flughafen nicht verlassen wird und der Aufenthalt weniger als 12 Stunden beträgt.
Bei einer Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. aus Nachbarländern) wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr verlangt.
Für längere Aufenthalte im Land und bei erhöhter Mückenexposition kann eine Gelbfieberimpfung auch aus medizinischen Gründen sinnvoll sein.
Dengueviren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inklusive möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Denguefieber.
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.
Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig landesweit inklusive der Städte (auch Daressalam), Nationalparks und auf den Inseln Sansibar, Mafia und Pemba. Der Anteil der Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
HIV/AIDS ist im Land ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
Regelmäßig kann es während der Regenzeit (Dezember bis März) zu lokal begrenzten Cholera-Ausbrüchen kommen. Es ist ausschließlich die einheimische Bevölkerung betroffen.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.
Die nach der Malaria häufigste fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in afrikanischen Nationalparks ist das afrikanische Zeckenbissfieber (African tick-bite fever).
Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z.T. sehr stechaggressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam.
In der Serengeti und im Tarangire-Nationalpark sowie im Westen des Landes (Tabora, Rukwa, Kigoma) kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große tagaktive Fliegen (Tse-Tse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann.
Sie wird vorwiegend in den trockenen Monaten (vor allem Januar bis April) im Norden und Westen des Landes übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter vier Wochen indiziert sein.
Im Südwesten des Landes (Region Lindi) ist es zu mehreren Fällen von Leptospirose gekommen. Der Erreger wird durch Kontakt mit Süßwasser übertragen, das mit dem Urin von Nagetieren verunreinigt wurde, oder durch direkten Kontakt mit dem Nager-Urin. Es handelt sich um eine schwer verlaufende, hochfieberhafte Erkrankung, die zahlreiche Organe schädigen kann. Das Risiko für Reisende wird als gering eingeschätzt.
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser (z.B. Victoria-See) durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe Schistosomiasis.
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden inkl. Todesfolge bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor, siehe Erste Hilfe bei Schlangenbissen.
Sollten im Rahmen von touristischen Unternehmungen der Kilimandscharo oder der Mt. Meru bestiegen werden, sind gesundheitliche Probleme möglich (Höhenkrankheit). Eine Bergrettung ist so gut wie nicht vorhanden. Zu Symptomen der Höhenkrankheit siehe auch Höhenkrankheit.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und häufig technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, englisch sprechende Ärzte.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss auch den medizinischen Haftungsausschluss
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Es gibt ca. 2000 Krankenhäuser und Kliniken, einige Kirchenmissionen haben medizinische Versorgungsstationen. Außerdem gibt es Privatärzte, Krankenhäuser und Gesundheitszentren. Der Versorgungsstandard entspricht aber bei weitem nicht dem europäischen.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den
Temperaturen entsprechend gekühlt werden.
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Gesundheitszeugnis erforderlich |
|---|---|---|
| Hepatitis A und B | 3 | - |
| Malaria | 4 | - |
| Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y | 5 | - |
| Dengue-Fieber | 1 | - |
| Gelbfieber | 2 | - |
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] Ein Impfnachweis für Gelbfieber wird von Reisenden verlangt, die über 1 Jahr alt sind und aus einem Gelbfiebergebiet (z. B. aus den Nachbarländern) kommen. Reisende aus Nicht-Endemiegebieten (z. B. Europa) benötigen laut Auswärtigem Amt nur dann eine Gelbfieberimpfung, wenn sie in einem Gelbfiebergebiet den Flughafen beim Zwischenstopp verlassen oder länger als 12 Stunden in diesem Flughafen auf ihren Anschlussflug warten. Reisenden, die einen Langzeitaufenthalt in Tansania planen, wird eine Impfung gegen Gelbfieber angeraten.
[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Malariaschutz ist ganzjährig, besonders aber während der Regenzeit (November bis Mai), in allen Landesteilen einschließlich der Städte, der Nationalparks sowie der Inseln Sansibar, Mafia und Pemba erforderlich. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) herrscht zu fast 100 Prozent vor. Sie verläuft bei nicht-immunisierten Europäern unbehandelt meist tödlich. Für die Gebiete mit hohem Malariarisiko empfiehlt sich eine medikamentöse Prophylaxe.
[5] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.
[6] Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten im Land wird ein Impfschutz empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
[7] Typhus und Poliomyelitis treten auf. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen. Eine Polio-Impfung sollte ggf. aufgefrischt werden.
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger können landesweit (auch in Sansibar und Pemba) in manchen Teichen und Flüssen vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
Die Zahl der HIV-Infizierten in Tansania wird auf mehrere Millionen geschätzt. Sexuelle Kontakte mit unbekannten Partnern sollten gemieden werden.
In den Nationalparks Manyara, Serengeti und Ngorongoro sowie in den Gebieten Arusha und Kigoma kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis) kommen, die durch die Tsetse-Fliege mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeiden der Fliegenstiche durch Insektenschutzmittel und entsprechende, möglichst helle Kleidung ist hier besonders angeraten. Bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Zeckenbissfieber tritt landesweit und ganzjährig, v.a. von April bis Oktober, auf. Schutz vor den Überträgern bieten hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.
| Titel | Pass erforderlich | Visum erforderlich | Rückflugticket erforderlich |
|---|---|---|---|
| Türkei | Ja | Ja/2 | Ja |
| Andere EU-Länder | Ja | Ja/1/2 | Ja |
| Schweiz | Ja | Ja/2 | Ja |
| Österreich | Ja | Ja/2 | Ja |
| Deutschland | Ja | Ja/2 | Ja |
Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss zum Zeitpunkt der Visumbeantragung noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Pass- und Visabestimmungen können sich ändern, und Fluggesellschaften können unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Angaben sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Reisende sollten sich vor der Abreise bei der zuständigen Botschaft informieren, besonders bei einem Transit über ein Drittland. Für Unannehmlichkeiten oder Verluste, die durch Änderungen dieser Bestimmungen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.
Ein Visum ist erforderlich u.a. für Staatsangehörige in der obigen Tabelle genannten Länder. Ausnahmen: Ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die bei der Einreise einen Visitor's Pass für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten erhalten:
[1] Malta, Rumänien und Zypern.
U.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder sollten vor der Einreise ein e-Visum beantragen. (Von der Beantragung eines Visums bei der Ankunft wird abgeraten.):
[2] (a) Deutschland, Österreich sowie alle EU-Länder (Ausnahmen: Staatsangehörige von Malta, Rumänien und Zypern, die für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten von der Visumpflicht befreit sind);
(b) Schweiz.
(c) Türkei
Inhaber eines e-Visums müssen über die folgenden Flughäfen bzw. Grenzübergänge einreisen:
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Für alle Haustiere wird ein Gesundheitszeugnis von einem behördlich berechtigten Tierarzt sowie eine Einfuhrgenehmigung des Department of Veterinary Services, P.O.Box 9152, Daressalam, benötigt.
Für die Ein- und Ausfuhr von Katzen und Hunden muss sowohl eine kostenpflichtige Einfuhr- als auch eine Ausfuhrerlaubnis beim Ministerium für Viehzucht und Fischerei beantragt werden.
Außerdem wird für Hunde und Katzen ein Tollwutimpfzertifikat verlangt, das bestätigt, dass Katzen mindestens 1 Monat und maximal 1 Jahr und Hunde mindestens 6 Monate und maximal 3 Jahre vor der Einreise gegen Tollwut geimpft worden sind. Alle lebenden Tiere werden bei der Einreise inspiziert und müssen in Quarantäne.
e-Visum: Die Bearbeitung erfolgt innerhalb von 10 Tagen.
Einreisevisum (einmalige Einreise): Maximal 3 Monate ab Einreisedatum. Einreisevisum (mehrmalige Einreise): 12 Monate gültig für mehrere Aufenthalte, von denen jeder Aufenthalt maximal 3 Monate andauern darf.
Einreisevisum (einmalige oder mehrmalige Einreise), Transitvisum, Geschäftsvisum, Studentenvisum, referenziertes Visum.
Deutschland, Österreich, Schweiz
Die folgenden Gebühren gelten für visumpflichtige Reisende.
e-Einreisevisum: 50 US$ (einmalige Einreise), 100 US$ (mehrmalige Einreise).
e-Geschäfts-Visum: 250 US$.
e-Transit-Visum: 30 US$.
(e-)Einreisevisum
(einfache Einreise)
(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Kopie des gültigen Reisepasses (Seite mit den persönlichen Daten). Der Reisepass muss bei der Antragstellung des Visums noch mindestens 6 Monate gültig sein und über eine freie Seite verfügen.
(c) Gebühr (bei Antragstellung mit Kredit- oder Bankkarte oder durch Banküberweisung).
(d) Buchungsbestätigung für Rückflugticket empfohlen).
(e) nur für Sansibar: Inbound-Reiseversicherung der Zanzibar Insurance Corporation.
(mehrfache Einreise) zusätzlich zu (a) - (d) und bei Einreise nach Sansibar (e):
(f) gültiges Ausweisdokument des Gastgebers in Tansania oder ein Brief der einladenden Organisation mit Begründungen zum Zweck und Art des Aufenthalts.
(g) ggf. Ehebescheinigung bei Besuch eines Ehepartners.
(h) Nachweis darüber, dass die Einreise mehrfach erfolgen muss.
(e-)Geschäftsreisen zusätzlich zu (a) - (d) und bei Einreise nach Sansibar (e):
(f) Buchungsbestätigung für Rückflugticket obligatorisch.
(g) Arbeitsvertrag für die Beschäftigung in Tansania, deren Dauer 3 Monate nicht überschreiten darf.
(e-)Transitvisum
(a) - (d) und bei Einreise nach Sansibar (e);
(f) Visum oder Weiterflugticket für das Land, in das weitergereist wird.
1 Tansanischer Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: TS, TZS (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5.000, 2.000, 1.000, 500 TS; Münzen in den Nennbeträgen 500, 200, 100 und 50 TS (kleinere Beträge sind nur vereinzelt im Umlauf). Achtung: In Tansania ist der Tansanische Schilling das einzige legale Zahlungsmittel. Wer in anderen Währungen bezahlt, macht sich strafbar.
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von 10.000 US$. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe des deklarierten Betrages, abzüglich der Umtauschbeträge.
Internationale Kreditkarten (manchmal nur Visa) werden nur in größeren Hotels, Lodges und Reisebüros akzeptiert (oft mit Gebühren). Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. An den Bankautomaten der amtlich zugelassenen Banken im ganzen Land kann Bargeld auch mit Kreditkarte (meist nur mit Visa) abgehoben werden. Geldautomaten funktionieren jedoch nicht immer zuverlässig, weshalb Reisende stets über ausreichend Bargeld (Euro / US$) verfügen sollten.
Reiseschecks werden in Tansania nicht akzeptiert.
Mo-Fr 08.30-12.30 Uhr, teilweise auch bis 16.00 Uhr, Sa 08.30-13.00 Uhr.
Folgende Artikel können zollfrei nach Tansania eingeführt werden (Personen ab 17 J.):
250 g Tabakwaren;
1 L alkoholische Getränke;
500 ml Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch (davon nicht mehr als 125 ml Parfüm).
Persönliche Gegenstände, die bei der Abreise aus Tansania wieder aus dem Land verbracht werden. Verbrauchsgüter und nicht-alkoholische Getränke, deren Menge vom Zollbeamten für den Eigenbedarf eingeschätzt werden.
Plastiktüten (ausgenommen sind kleine Plastiktüten mit Zip-Verschluss für Kosmetika und Flüssigkeiten), Drogen, pornografische Erzeugnisse und Waffen. Jagdwaffen müssen deklariert werden.
Für Holzschnitzereien müssen bei der Ausfuhr gegen eine Gebühr eine Prüfbescheinigung und eine Ausfuhrerlaubnis erworben werden.
Ausfuhr von Tiermaterial nur unter Einhaltung des Washingtoner Artenschutzabkommens. Ein Ausfuhrverbot besteht für Plastiktüten, Tiertrophäen oder Schmuck mit Bestandteilen von Tieren und für andere Gegenstände aus Tiermaterial, die CITES-gelistet sind.
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